Buch der Bücher im Mittelpunkt

Kirchenvorsteherin Gabi Müller erklärte, dass der Bibelmarathon keine Sportveranstaltung ist. Bild: cog
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
23.11.2015
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Ein Bibelmarathon ist keine Sportveranstaltung. Aber was verbirgt sich tatsächlich dahinter?

Gabriele Müller, Kirchenvorsteherin der Christuskirche, erklärte im Gespräch mit der SRZ, was der Bibelmarathon bedeutet.

Frau Müller, für den Bibelmarathon braucht man keine Laufschuhe. Was braucht man dann?

Gabi Müller: Nur eine Bibel. Wir werden nämlich das ganze Neue Testament lesen, vom Matthäusevangelium bis zur Offenbarung des Johannes.

Wie sieht das konkret aus?

Müller: Das Neue Testament bedeutet 21 Stunden reine Lesezeit. Diakonin Irene Elsner und ich haben den Text in Abschnitte von 20 Minuten eingeteilt, wir brauchen also 63 Leser.

Freiwillige aus allen Bevölkerungsgruppen und jeden Alters werden zu hören sein, darunter die Dekane Karlhermann Schötz und Walter Hellauer, Bürgermeister Michael Göth, Landrat Richard Reisinger und Altbürgermeister Gerd Geismann. Besonders freut mich, dass auch viele Katholiken lesen werden.

Diakonin Elsner und Sie organisieren den Marathon?

Müller: Wir konnten uns noch gut an den ersten Bibelmarathon im Dezember 1999 erinnern und haben deshalb vorgeschlagen, dieses besondere Erlebnis zu wiederholen. Der Kirchenvorstand hat Elsner und mich von Anfang an sehr aktiv bei der Vorbereitung unterstützt. Während der Lesungen werden immer hauptamtliche Mitarbeiter der Gemeinde oder Mitglieder des Kirchenvorstands anwesend sein. Es ist also eine Aktion der ganzen Gemeinde.

Was versprechen Sie sich vom Bibelmarathon?

Müller: Es machen ganz unterschiedliche Menschen mit, auch Leute, die selten Gottesdienste besuchen. Ich glaube, dass viele, die mitlesen, jahrelang keine Bibel mehr in der Hand hatten. So kommen sie wieder einmal in die Kirche und erleben die Gemeinde. Dadurch werden wir als evangelische Christen sichtbar.

Wie ist der Ablauf?

Müller: Wir beginnen mit einer Andacht in der Christuskirche. Dann lesen wir unten im Gemeindesaal. Ab der Offenbarung wird in der Kirche gelesen. 2015 ist das Thema der Lutherdekade "Bild und Bibel". Das Altarmosaik zeigt das himmlische Jerusalem, das im vorletzten Kapitel der Offenbarung beschrieben wird.

Dem Motto des Jahres entsprechend können wir den Bibeltext mit der bildlichen Darstellung verbinden. Nach der letzten Lesung feiern wir gemeinsam eine Andacht, es gibt Orgelmusik und dann ein Beisammensein mit Essen und Trinken.

Wer alles ist eingeladen?

Müller: Die Lesezeiten sind schon alle vergeben. Aber auch Nichtleser sind zum Zuhören, zu den Andachten und dem Abschlussessen jederzeit willkommen. Sie können hereinkommen, dem Text lauschen, ihn wirken lassen und dann auch wieder gehen. Der Bibelmarathon ermöglicht so jedem einen eigenen Zugang zum Buch der Bücher.

Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 27. November, um 19 Uhr mit einer Andacht in der Christuskirche. Die Lesungen enden am Samstag, 28. November, um 17 Uhr. Zuhörer sind jederzeit willkommen.
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