Bürgerinitiative "Sulzbach-Rosenberg hilft" bittet um Engagement aus der Bevölkerung für ...
Hilfestellung bei den Hindernissen

Gemeinsam arbeiten, gemeinsam helfen: Die Flüchtlinge und die Mitglieder der Bürgerinitiative erzielen erste Erfolge. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
16.04.2015
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Die Arbeitsgruppe (AG) Praxis der Bürgerinitiative "Sulzbach-Rosenberg hilft!" möchte die hier lebenden Flüchtlinge noch besser unterstützen. Doch dafür braucht es vor allem die Hilfe und Offenheit vieler Bürger dieser Stadt.

Seit November gibt es die Initiative. Nach dem ersten Treffen unternahmen die Verantwortlichen um Initiator Hans Lauterbach viele Schritte, um die hier untergebrachten Schutzsuchenden zu unterstützen und zu integrieren. Dazu gehörten bereits eine Internetseite (www.sulzbach-rosenberg-hilft.de), ein Info-Flyer für jeden Haushalt, Podiumsdiskussion, Kennenlern-Treffen in der Christuskirche oder auch eine Fußballmannschaft bei einem Turnier. Darüber hinaus treffen sich Mitglieder der einzelnen Arbeitsgruppen regelmäßig, um Aktionen zu planen oder Beistand zu leisten.

Jeder kann etwas tun

In der AG Praxis kümmern sich etwa 20 Menschen um Hilfsmaßnahmen. Es wird versucht, Lösungen unter dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" zu organisieren. Interessierte können die AG im Internet unter praxis@sulzbach-rosenberg-hilft.de erreichen. Künftig wird es weiter Bekanntmachungen - neben Facebook - auf der Website geben.

"Wir konnten zahlreiche Deutschkurse anbieten, die sehr gut angenommen werden. Außerdem halfen wir, Vorleser für die neue Flüchtlingsklasse an der Krötensee-Mittelschule zu finden. Wir haben Kontakte zu Dolmetschern geschlossen, stehen im Austausch mit freiwilligen Paten, vermittelten Sachspenden und versuchen, Flüchtlinge bei Behördengängen zu begleiten." Besonders beeindruckt zeigen sich die Mitglieder vom freiwilligen Engagement einiger Privatpersonen. "Vor allem etwa im Stadtteil Forsthof oder anderen Gemeinden wie Ammerthal, Edelsfeld, Freihung. Überall helfen Menschen ihren neuen Nachbarn."

Wohnung oft ein Problem

Hauptanliegen der AG soll sein, bereits aktiven Unterstützern nötige Infos an die Hand zu geben. Der Dschungel an Auflagen sei kaum zu durchdringen. Der erste Schritt sei, "mit einer Familie oder Wohngemeinschaft Kontakt aufzunehmen, Hilfe anzubieten. Wenn der Asylantrag bearbeitet sei, komme das nächste Hindernis: die Wohnungssuche. Obwohl die ARGE die Eingereisten unterstütze und die Miete sicher gedeckt sei, fänden sich wenige bereitwillige Vermieter. Ohne Wohnung sei wirkliche Integration schwierig, da sich daran direkt andere Faktoren wie Arbeit, Kontakt, Teilnahme am sozialen Leben anschließen. Aktuell suchten mehrere Flüchtlinge mit bewilligtem Asylantrag eine eigene Bleibe - sie haben damit den Status wie jeder Sozialleistungsempfänger.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.sulzbach-rosenberg-hilft.de/cms/aktuell...
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