Bürgerpreise der Sparkasse für Gerda Schommer, die "Zeitgeister" des Evangelischen ...
Auch wenn der Weg steinig wird, geben sie nicht auf

Die Laudatoren, die Bürgermeister der Heimatgemeinden und der Sparkassen-Gesamtvorstand gratulierten den Preisträgern. Die Symbole für die Auszeichnung halten in Händen (von links) Ingrid Abraham, Kornelia Schmid und Gerda Schommer. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
11.12.2014
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Mit drei Sparkassen-Bürgerpreisen - jeder einzelne ist mit 1000 Euro dotiert - zeichnete das Geldinstitut die ehrenamtliche Arbeit von drei Initiativen aus. Bei einer Feierstunde übergab Vorstandsvorsitzender Dieter Meier die Preise.

Den ersten erhielt Gerda Schommer für ihren Einsatz für krebskranke Kinder und deren Familien. Der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl als Laudator würdigte ihre unermüdliche Energie, ihre verständnisvolle Art und ihre riesige Hilfsbereitschaft. "In mehr als 25 Jahren hat Frau Schommer viele Schicksale erlebt, nie aufgegeben und hat die betroffenen Kinder und Familien nie allein gelassen." Aus der von ihr 1986 gegründeten Selbsthilfegruppe wurde 2003 ein eingetragener Verein mit mittlerweile mehr als 30 Mitgliedern.

Jedes Jahr betreut Gerda Schommer bis zu 35 Familien mit neu erkrankten Kindern. Seit Jahren setzt sie sich außerdem für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei ein. "Wenn es Engel auf Erden gibt, dann übergeben wir heute einem davon den Sparkassen-Bürgerpreis", sagte Reinhold Strobl.

"Die Zeitgeister" des Evangelischen Bildungswerks schließen als ehrenamtliche Großeltern eine Lücke im Familienalltag. "Ingrid Abraham und Maja Berendes haben mit großem Engagement dieses Projekt ins Leben gerufen", erinnerte EBW-Vorsitzender Siegfried Kratzer. Ehrenamtliche nehmen dabei Kontakt zu jungen Familien auf, lesen Kindern vor oder spielen mit ihnen, machen einen Ausflug auf den Spielplatz oder besuchen auch mal ein krankes Kind.

Anfangs schien das Projekt so einfach zu sein, meinte Kratzer. Die Vorstellungen junger Eltern und die der engagierten Zeitgeister gingen aber oft weit auseinander. Die Zeitgeister verstünden sich nicht als billige Babysitter und sie müssten auf ihre Aufgabe vorbereitet werden. Auch sei es nicht einfach, geeignete und engagierte Zeitgeister zu finden. "Der Bürgerpreis ist ein Ermutigungspreis, der finanziellen Rückenwind bietet und beflügelt, den eingeschlagenen Weg, der oft ganz schön steinig ist, weiterzugehen", unterstrich Kratzer.

Der dritte Bürgerpreis ging an Kornelia Schmid und Hanni Schertl für ihre Initiative "Pflegende Angehörige", die Information, Beratung und Unterstützung in Alter, Krankheit und Pflegebedürftigkeit bietet. "Sie setzen sich für die Sache ein, unermüdlich, augenscheinlich nicht zu entmutigen, zum Wohle von Menschen, und verschließen sich dabei auch nicht dem Anrennen gegen Windmühlen", hob Laudator Marcus Keil vom Diakonieverein Amberg hervor. " Sie tun dies auch als Betroffene, aus einem Leben heraus, das einem viel Kraft abnötigt, gehen an Ihre Grenzen und überschreiten diese auch immer wieder", lobte Keil. Deutschlandweit gab es für ein Jahr die Initiative "Pflege am Boden". Dass die auch in Amberg und Sulzbach-Rosenberg auftrat, sei ein Verdienst der Preisträgerinnen.
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