Bundesstraße "unterspült"

Mit Bagger und Stampfer wird der Graben wieder geschlossen, der Waldweg nach Breitenbrunn ist wieder betriebsbereit.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
17.11.2015
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Sie wächst schnell, die 20 000-Volt-Stromautobahn zwischen Rosenberg und Neukirchen. Das Bayernwerk investiert 2,5 Millionen Euro in die 17 Kilometer. Zuckerl am Rande: Auf dem Weg nach Haar ersetzt der bayerische Netzbetreiber auch gleich eine fast drei Kilometer lange Freileitung durch ein Erdkabel. Die Masten verschwinden 2016.

Ein tiefer Graben prägt in diesen Tagen den Forstweg von Breitenbrunn Richtung Bundesstraße. Eine mächtige Grabenfräse frisst sich von der B 85-Brücke an der Wolfsgrube Richtung Osten. Drei dicke Kabelsysteme mit je drei schwarzen Strängen zwischen 240 und 400 Millimetern im Quadrat legt die Fräse von ihren Vorratstrommeln aus in den Boden mitten im Forstweg. Zwei sind für Neukirchen bestimmt, eines als Ersatz für die fast nebenan in einer Schneise verlaufende Freileitung. Sie nimmt ihren Anfang am Trafohäuschen in Breitenbrunn. Vom Loderhof herunter nähert sich - verlegt in Rückegassen im Wald - die neue Strecke nach Neukirchen und biegt hier in die gleiche Richtung ein.

Störungsquelle weg

Eine Einbeziehung in die Erdverkabelung bot sich also an. Ist sie fertig, können nächstes Jahr 17 Strommasten auf rund 2,8 Kilometern durch Wald und Feld abgebaut werden. Damit beseitigt das Bayernwerk eine langjährige Störungsquelle.

Oft kam es hier durch Gewitter zu Stromunterbrechungen. Ist das Schalthaus Neukirchen durch den (bereits beantragten) Anbau ertüchtigt, steht der Nutzung der neuen Stromautobahn 2016 für Einspeisung und Entnahme nichts mehr im Wege.
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