Bustransfer für Radler

Ab Mai 2016 gibt es ein neues Angebot: Wer mit dem Fahrrad von Amberg nach Schmidmühlen fährt, kann heimwärts einen Linienbus mit Fahrradanhänger nutzen. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
24.10.2015
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Der nächste Sommer kommt bestimmt - und mit ihm ein neuer Service im Nahverkehr. Die Busse auf der Vilstallinie nehmen ab Mai 2016 Fahrräder mit. Bis zu 20 Stück passen in den Anhänger, die der Linienbus dann hinter sich herzieht.

Hans-Jürgen Haas, der Geschäftsführer des Zweckverbands Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS), geriet bei der Verbandsversammlung am Freitag im König-Ruprecht-Saal des Landratsamtes geradezu ins Schwärmen. Ein erstklassiger Service sei das für Freizeitsportler sagte er, als er das Projekt vorstellte. Damit könnten Erholungssuchende aus der Region über den Fünf-Flüsse-Radweg beispielsweise bis nach Schmidmühlen radeln und dann mit dem Linienbus wieder zurück nach Amberg fahren.

Mitnahme für 2,50 Euro

Das Angebot betrifft die Linie 54 (Amberg-Schmidmühlen) und ist saisongebunden. Es gilt nur an Wochenenden von Anfang Mai bis Ende Oktober. "Damit besteht die Möglichkeit, entweder von Amberg mit dem Bus nach Schmidmühlen zu fahren und die Radtour dort fortzusetzen", erklärte Haas. "Oder aber mit Rad nach Schmidmühlen zu fahren und sich dann vom Bus heimfahren zu lassen." Zusätzlich zum normalen Fahrpreis kostet die Mitnahme eines Fahrrades 2,50 Euro.

Drei Verladestationen

Bislang sind drei Verladestationen geplant: An der Bahnhofstraße in Schmidmühlen, sowie an den Haltestellen in Rieden und Theuern. "Weitere sind derzeit nicht vorgesehen, weil dies negative Auswirkungen auf die Fahrzeiten hätte", erklärte Haas. In den Anhänger, den die Busse an den Wochenenden auf der Vilstallinie hinter sich herziehen, passen maximal 20 Räder. Das Kundenbüro der Verkehrsgemeinschaft Amberg-Sulzbach richtet deswegen eine Reservierungshotline ein. "Wegen der begrenzten Kapazitäten empfehlen wir, einen Platz für das Fahrrad bis spätestens freitags, 16 Uhr, zu reservieren. Ansonsten kann die Mitnahme nicht garantiert werden."

"Sollte das Projekt eine gute Akzeptanz finden, können wir es in den nächsten Jahren ausweiten", erklärte der ZNAS-Geschäftsführer. Er wies auch darauf hin, dass das Angebot nur mit Unterstützung der Regionalbus Ostbayern GmbH verwirklicht werden konnte. Die Firma stellt die Anhänger kostenlos zur Verfügung.
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