Countdown läuft für Spatenstich

Blick von Osten: So wird der Neubau der Jahnschul-Turnhalle einmal aussehen: Senkrechte Holzlatten prägen die Fassade, ein Nebengebäude fügt sich im Süden und Westen an.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
04.11.2015
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Wer zu spät kommt, den bestraft die Regierung: Bis Ende November muss der Zuwendungsantrag für den Neubau der Jahnschulhalle eingereicht sein, deswegen hoben die Stadträte jetzt die Hand. Sie beschlossen endgültig den Bau von Halle samt Laufbahn für rund 2,5 Millionen Euro brutto.

Für den Neubau einer Ein-Feld-Turnhalle für die Jahnschule als Ersatz für die marode bestehende Halle hatte der Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss schon die Grundzüge der Entwurfsplanung des Architekturbüros Kunert beschlossen: Die Hallenkonstruktion besteht aus einem Holzständerbau mit Brettbindern, außen verkleidet mit senkrecht stehender Lattung. Das Nebengebäude, an Süd- und Westseite umlaufend, ist ein Massivbau mit verputzter, gedämmter Stahlbetonhülle. Weitere Grundzüge:

Hebebühne für behindertengerechte Erschließung.

Standardhöhe mit lichter Höhe von 5,50 Meter.

Vereinsgeräteraum mit 35 Quadratmetern.

Neubau einer Laufbahn aus Tartan, die beim Neubau wichen muss.

Außengeräteraum mit 22 Quadratmetern.

Photovoltaik-Anlage mit einer sinnvollen Größe von 28,62 Kilowatt/Peak.

Auch dürfen keine außerschulischen Veranstaltungen nach der Versammlungsstätten-Verordnung abgehalten werden, wie bereits diskutiert. Der Ausschuss hatte dem Stadtrat empfohlen, die Umsetzung auf Basis der Planung des Architekturbüros Kunert zu beschließen und die finanziellen Mittel für die Haushaltsjahre 2016/2017 bereitzustellen.

Hoher Zuschuss erwartet

Martin Kunert bezifferte nun die Kosten: "Für den Ersatzneubau der Turnhalle mitsamt Außengeräteraum und neuer Laufbahn veranschlagen wir 2 498 942,73 Euro". Darin enthalten seien auch die PV-Anlage mit rund 48 000 Euro, die Laufbahn mit 50 000 Euro, die Flächenmehrung für Geräteräume (insgesamt 75 Quadratmeter) mit 20 000 Euro (nach einer Forderung der Schulaufsichtsbehörde) sowie die Regenwasserversickerungsanlage mit 20 000 Euro, erläuterte der Architekt.

Die zuwendungsfähigen Kosten betrügen insgesamt rund 1,84 Millionen Euro, es werde der Höchstfördersatz nach dem Finanzausgleichsgesetz beantragt - er könne über 60 Prozent liegen. Um den Baubeginn schon 2016 zu ermöglichen, sei der Zuwendungsantrag bis spätestens 30. November bei der Regierung der Oberpfalz einzureichen, erinnerte Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn. Zugleich prüfe die Verwaltung, ob eine Bewerbung für die Sonderförderung einzelner Bestandteile des Vorhabens möglich und sinnvoll sei.

Baubeginn im Juni

Der Ablauf sollte einen Baubeginn Mitte Juni 2016 vorsehen. Ebenso müssten die finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden, um bis Ende 2016 eine winterfeste Gebäudehülle zu schaffen. Der Stadtrat schloss sich dem einstimmig an, der Förderantrag wird eingereicht. Dann können im Juni die Bagger anrücken, 2017 dürfte die neue Halle dann in Betrieb gehen.
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