CSU-Stadträte informieren bei der Frauen-Union über aktuelle Stadtratspolitik - Warten auf ...
FU fragt: "Warum tut sich nichts bei den Anträgen?"

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
06.10.2015
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Er ist seit vielen Jahren fester Bestandteil im Jahresprogramm der Frauen-Union: der Frauenstammtisch. CSU-Stadträtinnen informieren die Mitglieder der FU über Geschehnisse im Stadtrat - auch über diejenigen, die in der Zeitung manchmal keine Erwähnung finden.

"Wäre drittgrößte Fraktion"

Über zahlreiche Themen entstanden rege Diskussionen. FU-Vorsitzende Nicole Selendt zeigte sich stolz, dass Anregungen und Ideen aus den Reihen der Frauen-Union, aber auch kritische Anmerkungen in der CSU-Stadtratsfraktion immer Gehör fänden und bei der Meinungsbildung der Partei eine große Rolle spielten.

Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Frauen-Union mit Marga Klameth, Maria Bossle, Evi Rauch und Irmgard Reisima-Renner vier Stadträtinnen stellt.

Und deren Bedeutung unterstrich auch CSU-Vorsitzender Dr. Patrick Fröhlich: "Von unseren zwölf Stadtratsmitgliedern sind vier Frauen. Damit haben wir nicht nur einen Anteil von 33 Prozent."

Vor allem wäre die FU alleine genommen auch die drittgrößte Stadtratsfraktion. "Dies zeigt die Bekanntheit unserer Stadträtinnen sowie die Bedeutung der FU für unsere Stadtpolitik."

Thema Asylberwerber

Vor der Diskussion um lokale Themen ging es zunächst um die Flüchtlingssituation. Hier unterstrichen alle, dass die Hilfe für notleidende Menschen wichtig und richtig, andererseits die Aufnahmefähigkeit Deutschlands nicht unbegrenzt sei.

Integration vorantreiben

Einen Beitrag zum Thema Asylbewerber leistete auch ein gerngesehener Gast: die neue FU-Kreisvorsitzende Birgit Birner. Sie informierte darüber, dass Gespräche zwischen Politik und Wirtschaft stattfinden würden, die eine leichtere, unbürokratischere Integration akzeptierter Asylbewerber in den Arbeitsmarkt im Landkreis zum Ziel haben.

FU-Stadträtin Marga Klameth stellte aktuelle Themen aus dem Stadtrat vor. "Als CSU haben wir uns seit vielen Jahren für den Neubau der Jahnschulturnhalle ausgesprochen. Hier können wir Vollzug melden. Die Planungen sind auf dem Weg, und in den nächsten ein bis zwei Jahren wird der Neubau erfolgen". Außerdem ist der Erweiterungsneubau der Feuerwehr Sulzbach-Rosenberg mittlerweile fertiggestellt. Aus der Mitte der Versammlung wurde jedoch auch Kritik laut. Insbesondere der neue Eingangs- und Kioskbereich im Waldbad sorgte für Unmut.

Kritik am Waldbad-Plan

"Hier etwas Neues zu errichten, war richtig. Allerdings stimmt das Konzept nicht. Im Eingangsbereich gibt es keine separate Ausgangsmöglichkeit, die Sitzplätze des Kiosks sind im Durchgangsbereich, und die wenigen Duschen konnten anfangs von außen eingesehen werden und sind sehr stark dem Wind ausgesetzt", so die Mitglieder der Frauen-Union. Außerdem wollten sie wissen, wie es um die CSU-Anträge zur Neukonzeption der Jugendeinrichtung "Hängematte" und der Einrichtung eines Fonds für Straßensanierung steht.

Keinen Einfluss auf Termine

"Bereits im Februar und im Mai standen die Punkte auf der Tagesordnung des Stadtrats. Wieso tut sich hier so lange nichts?" lautete die Frage an die Stadträte Klameth und Fröhlich.

"Wir haben beide Anträge zur besseren Bearbeitung in die entsprechenden Fachausschüsse verschoben. Auch wir finden es schade, dass so wichtige Themen über ein halbes Jahr nicht weiter bearbeitet werden. Leider haben wir auf die Festsetzung der Sitzungen keinen Einfluss. Dies entscheidet einzig und alleine der Bürgermeister", erläuterten die beiden Stadträte die Fakten.
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