Damit der Drahtesel gut ruht

Private Fahrradständer wo wie dieser hier sollen allmählich aus dem Stadtbild verschwinden und durch die neuen Modelle ersetzt werden.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
04.08.2015
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Wohin mit dem Radl bei der Pause? Einfach an die Wand lehnen oder irgendwo festketten? In der Innenstadt herrscht eine große Vielfalt an Fahrradständern, ob privat oder kommunal. Im Bauausschuss ging es jetzt um einheitliche neue Parkgelegenheiten. Das schicke Teil heißt Lambda.

Zwei Ständer für je ein Fahrrad nebeneinander sollen hauptsächlich montiert werden, und das Bauamt bezifferte die Zahl der benötigten Einheiten auf 16 öffentliche, 8 private in Sulzbach und 8 öffentliche sowie 14 private in Rosenberg. Es soll mit den Eigentümern privater Ständer gesprochen werden, ob sie die bisherigen ersetzen wollten. Die Metallständer kosten verzinkt 150, die Montage dazu 250 Euro.

Verzinkte Version

Christian Steger (CSU) sprach sich für verzinkte Ausführung der neuen Ständer aus. Die jetzt noch öfter anzutreffenden spiralförmigen Abstelleinrichtungen seien wohl manchmal für die dicken Mountainbike-Reifen nicht geeignet. Auch Dr. Thomas Steiner (SPD) zog Verzinkung vor, meinte aber, die Spiralen für eine gewisse Übergangszeit aber doch noch stehen zu lassen.

Dem stimmte auch Yvonne Rösel (Grüne) zu und schlug vor, am Rathaus statt Grünflächen lieber Radabstellmöglichkeiten anzulegen. Karl-Heinz Kreiner (FDP/FWS) fand die Spiralen unpraktisch, und Umweltschutz-Beauftragter Peter Zahn passte der ganze neue Ständer nicht: "Da wird nur das Vorderrad fixiert, obwohl die Last meist hinten liegt." Ein Bügel über die ganze Länge des Rades wäre am besten, ebenso böten sich überdachte Plätze an.

Christine Schaller-Kokesch vom Stadtbauamt verteidigte das Modell Lambda: Es sei vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub ADFC getestet und empfohlen. Dieser rate auch von Bügeln ab. Dicke Reifen und das Anschließen des Rahmens seien hier kein Problem. Norbert Klotz (CSU) warf die Frage auf, ob und wie die Stadt sich bei privaten Ständern beteiligen solle. Er schlug vor, hier die Montage zu übernehmen. Die Stadt wird mit allen betroffenen Eigentümern von Ständern auf Privat- und öffentlichem Grund sprechen über die weitere Vorgehensweise.

Der Bauausschuss sah das auch so und beschloss einstimmig die Anschaffung der verzinkten Lambda-Ständer. Mit der Montage soll 2016 begonnen werden.
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