Das grüne Klassenzimmer

Noch ist vom neuen Innenhof nichts zu erkennen. Aber im Frühjahr gehen die Gestaltungsarbeiten los, dann ist das Gelände auch aufgefüllt. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
02.12.2014
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Eine Überdachung von 66 Quadratmetern, Böschungen, Ruhezonen, ein toller Eingangsbereich - die "neue" Pestalozzi-Schule trumpft mit einem attraktiven Pausenhof auf. Aber der muss erst einmal gebaut werden. Der Stadtrat billigte die Entwurfsplanung, musste aber dabei eine finanzielle Kröte schlucken.

Der neue Pausenhof wird ein Knüller: An der Pestalozzi-Schule hat sich die Landschaft dank der Generalsanierung gewaltig verändert. Der Verwaltungstrakt, der den Innenhof begrenzte, ist schon abgebrochen, jetzt findet sich ein nach Süden offenes U zwischen dem Ost- und Westflügel und dem Eingangsbereich. Diese Fläche hat ein Landschaftsarchitekturbüro überplant, dessen Chef Manfred Neidl stellte im Stadtrat Details vor.

Übungsplatz nicht saniert

Die bauliche Lücke, die der Abbruch des Verwaltungstraktes hinterließ, wird in die Fläche des neuen Pausenhofes einbezogen, schickte er voraus. 318 000 Euro hatte der Stadtrat schon 2010 für die Gestaltung der Oberflächen und Außenanlagen beschlossen. "113 000 Euro davon sind schon für zwei Parkplatz-Bereiche und Provisorien ausgegeben", erinnerte Neidl. Bekanntlich schließt das Pestalozzi-Gelände am Südrand mit dem Verkehrsübungsplatz ab, auf dem schon Generationen von Schülern ihre Fahrradprüfung abgelegt haben. Bis auf eine Kanalverlegung wird er aber nicht angetastet.

"Gründe der Kostenreduzierung" sprachen schon bei Planung der Generalsanierung dagegen: Ein hoher Altlastenanteil an Schlacke unter dem Asphalt, der ausgekoffert werden müsste, hätte bei einer Sanierung den Aufwand stark in die Höhe getrieben.

Auffüllen kostet Geld

Doch auch so gab es eine Kostenmehrung um rund 50 000 Euro: Neidl veranschlagte die neuen Aufwendungen für den Innenhof plus Eingangsbereich und Angleichung am Übungsplatz jetzt auf rund 347 000 Euro brutto. Verschiedene Faktoren hätten diese Mehrung verursacht:

Eine Baukosten-Erhöhung um rund elf Prozent seit der Kostenberechnung 2011.

Auffüllarbeiten der notwendig gewordenen Unterfahrung des abgebrochenen Verwaltungsbaues.

Provisorische Belagflächen während der Bauabschnitte.

Hoher Entsorgungsanteil an Schlacke.

Gibt es ein Mittel dagegen? Das Stadtbauamt erklärte in der Sitzung, dass die Kostenfortschreibung der Gesamtbaumaßnahme ein Einsparpotenzial aufweise - damit könne eventuell ein Teil der Mehrung ausgeglichen werden.

Zum nächsten Schuljahr

Das Amt rechnete mit den Hauptarbeiten in den Pfingst- und Sommerferien. Man werde versuchen, zu Beginn des Schuljahres 2015/16 die Benutzung der Großflächen organisatorisch zu ermöglichen. Die Ausschreibung soll im Winter laufen.

Karl Reyzl (CSU) vom Rechnungsprüfungsausschuss lobte die hervorragende Arbeit, die bei der Generalsanierung geleistet werde - man habe die Gebäude besichtigt: "Das wird ein Glanzstück!" Dr. Thomas Steiner regte an, bei Asphaltierungsarbeiten im Innenhof auch die Konrad-Mayer-Straße zeitgleich mit zu sanieren.

Nur Angleichung geplant

Karl-Heinz Herbst von den Grünen meinte, das Abfräsen des Verkehrsplatzes müsste reichen und als Sanierung zu machen sein. Doch Manfred Neidl erklärte ihm, dass nur eine Angleichung an den Einfassungen und ein Beheben der durch den Kanalbau verursachten Schäden vorgesehen sei. Keinesfalls würden die 1700 Quadratmeter Asphalt komplett saniert.

Die Idee von Christian Steger (CSU), eine solche Maßnahme in die Förderung aufnehmen zu lassen, erteilte Neidl ebenfalls eine Absage: "Diese Kosten würden komplett bei der Stadt hängenbleiben!" Der Stadtrat stimmte einstimmig für die Entwurfsplanung der Außenanlagen von 347.000 Euro.
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