Delegiertenversammlung des Seniorenbeirats im Rathaus - Taschengeld-Börse vorgestellt
Immer für Verbesserungen zu haben

Dieser Taster mit Summton für Sehbehinderte an der Fußgängerampel beim Übergang von der Unteren Gartenstraße zum Liliencenter geht auf eine Initiative des Seniorenbeirats zurück. Bild: Royer
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
12.12.2014
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Hilfe für Senioren - Jobs für Jugendliche. Warum nicht? Die Taschengeldbörse des Landkreises Amberg-Sulzbach könnte eine sinnvolle Initiative in dieser Richtung sein.

Einen Ansprechpartner im Rathaus als Vermittler für die Taschengeld-Börse wünschten sich Sabine Donhauser und Daniela Sebast, bei der Delegiertenversammlung des Seniorenbeirats. Bürgermeister Michael Göth dankte für die Aktivitäten des Seniorenbeirats.

Instandsetzung und Pflege

Vorsitzender Stefan Kummer verwies auf verschiedene Anregungen bei verkehrsrechtlichen oder sonstigen Entscheidungen des Stadtrates, die der Seniorenbeirat auf den Weg brachte. Darunter fallen Pflegemaßnahme von Bäumen und Sträuchern zum Schutz für Fußgänger und Radfahrer, Instandsetzung von Sitzbänken verschiedener Bushaltestellen und Ausbesserungen von Winterschäden auf Straßen und Wegen.

Ebenfalls wirkte der Seniorenbeirat bei dem "Summton" für Sehbehinderte bei der Ampelanlage Untere Gartenstraße - Einmündung Zufahrt Liliencenter mit. Eine wichtige Rolle spielte wiederum die Seniorenaktionswoche, deren Veranstaltungen von rund 620 bis 650 Menschen besucht werden, ergänzte der städtische Seniorenbeauftragte Holger Fleck. Natürlich sind alle Maßnahmen auch von der finanziellen Leistungsmöglichkeit der Stadt und dem Stadtrat abhängig und können deshalb nicht sofort erledigt werden. Die Senioren können aber sicher sein, dass der Seniorenbeirat und der -beauftragte immer wieder versuchen, sinnvolle Verbesserungen zu erreichen, versprach Stefan Kummer.

Um Brücken zwischen Jugendlichen und Senioren zu bauen, sei bei einem Projekt zunächst in AOVE-Gemeinden die Taschengeldbörse gegründet worden, und 2012 vom Landkreis, der kommunale Jugendarbeit (KoJa) und dem Kreisjugendring (KJR) übernommen worden, schilderten die Jugendpflegerin der Stadt Auerbach, Daniela Sebast, und Sabine Donhauser, die als Ansprechpartnerinnen tätig sind. Die Taschengeldbörse vermittle zwischen Jugendlichen, die sich ihr Taschengeld aufbessern wollen und Senioren, die Hilfe im Haushalt und im Garten benötigen - und sei es nur zeitweise. Dabei handle es sich um Tätigkeiten wie Einkaufen, Rasen mähen, Straßen kehren, Schneeräumen, Hilfe im Haushalt, Hund ausführen, oder aber auch zeigen, wie ein Computer funktioniert. Die Jugendlichen erhalten von den Senioren einen Stundenlohn von fünf Euro. Wer Eltern, Großeltern oder anderen Verwandten und Bekannten eine Freude bereiten will, kann einen Gutschein der Taschengeldbörse kaufen und diesen verschenken, rieten die Vertreterinnen der Initiative.

Abschließend verwies Kummer auf den Seniorenfasching der FG Knappnesia, der immer gern besucht werde. Ältere Menschen erleben dabei ein paar fröhliche Stunden. Dank verdienen die Organisatoren und Helfer und der Fahrdienst des BRK.
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