Den Weg in die Halle finden

Auch beim Futsal fliegt manchmal der Ball. Hallenfußball sei schneller, argumentieren die Gegner. "Beim Futsal hat der Torwart genau 4 Sekunden Zeit, den Ball abzuwerfen. Wenn das nicht schnell ist", hält Spielleiter Berthold Kraus entgegen. Bild: Ziegler
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
10.01.2015
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Von 46 sind 8 übrig geblieben - das sind die besten Futsalmannschaften des Kreises Amberg/Weiden. Dieses Feld kürt am Sonntag den Meister und seinen Vize. Beide sind für die Bezirksmeisterschaft qualifiziert. Womöglich aber darf noch ein drittes Team mitfahren.

Die Resonanz war in diesem Jahr alles andere als berauschend. 46 von 121 Herrenmannschaften im Fußballkreis Amberg/Weiden wollten an der Kreismeisterschaft im "Hallenfußball nach Fifa-Regeln", sprich Futsal, teilnehmen. Im vergangenen Jahr waren es noch 57.

Kein Wunder, dass Spielleiter Berthold Kraus (Kirchenthumbach) sagt: "Ich bin für jeden Verein dankbar, der teilnimmt."

Gerade höherklassige Mannschaften hielten sich dezent zurück - mit dem SC Luhe-Wildenau ist nur ein Bezirksligist vertreten - oder schicken gemischte Teams, bestehend aus Reservespielern oder A-Junioren. "Das kann ich schon verstehen. Die spielen bis Ende November, vor Weihnachten will jeder zum Einkaufen, im Januar sind dann jede Menge Hallenturniere, und im Februar geht's bei denen draußen schon wieder los. Da ist nicht viel Zeit zum Erholen", erklärt Kraus.

An der Spielweise - Futsal - liege es nicht, denn die werde über kurz oder lang vorherrschen, ist der Spielleiter überzeugt: "Den älteren Spielern kann man das vielleicht nicht mehr beibringen, oder sie wollen es nicht lernen. Aber wenn die Jüngeren nachkommen, dann setzt sich Futsal durch." Für die Endrunde am Sonntag, 11. Januar, in der Krötenseehalle in Sulzbach-Rosenberg haben sich neben Titelverteidiger SpVgg Vohenstrauß für die Gruppe A der 1. FC Schlicht, der SV Schmidmühlen und der SC Luhe-Wildenau qualifiziert.

In der Gruppe B ist Ausrichter SV Loderhof/Sulzbach gesetzt, dazu kommen die SpVgg Schirmitz, der FC Amberg und die SpVgg SV Weiden - brisante Begegnungen sind damit in der Vorrunde schon vorprogrammiert (siehe Spielplan).

"Ich hoffe, dass es eine spannende Endrunde wird und der eine oder andere Zuschauer den Weg in die Halle findet. Damit er sich selbst ein Bild macht, ob man das anschauen kann. Und sich nicht nur von Aussagen irgendwelcher Leute abschrecken lässt. Denn das Niveau beim Futsal ist wirklich sehr hoch", sagt Kreisspielleiter Albert Kellner (Vilseck).

Man könne oft nicht sagen, in welcher Liga eine Mannschaft spiele, ob unten oder oben: "Das erkennst du nicht, wenn die Techniker am Ball sind, das macht den Reiz von Futsal aus."

Die beiden Erstplatzierten sind für die Bezirksmeisterschaft am Samstag, 17. Januar, in Kareth-Lappersdorf, qualifiziert. Mit einer Ausnahme: Wenn die SpVgg SV Weiden Erster oder Zweiter wird, darf auch der Dritte mit. Denn Weiden ist als Titelverteidiger automatisch in Kareth dabei.

Das bayerische Finale steigt am 24. Januar in der triMAX-Halle in Amberg.
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