Der Bahnhof als Visitenkarte

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
08.12.2014
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Die alten Ziele stärker verfolgen - das will der neue Vorsitzende: Peter Ehm führt ab sofort die Freien Wähler Umland (FWU). Der bisherige Chef Peter Bruckner hatte als Stadtrat und Fraktionsvorsitzender wegen der Arbeitsbelastung verzichtet. Was sind das für Themen, diese "alten Ziele"?

Peter Ehm wird die Geschäfte des 1. Vorsitzenden der FWU zunächst bis zur turnusgemäßen Neuwahl 2017 übernehmen. "Wir kommen aus der Kontinuität!", stellte er beim Gespräch mit der SRZ fest, das er mit seinen Kollegen Peter Bruckner und Norbert Eisner führte. Er selbst sei 30 Jahre in der FWU, war 18 Jahre im Stadtrat, auch als Fraktionssprecher, und könne stolz auf die relativ wenigen Wechsel verweisen, die die Freien Wähler Umland seit ihrem Bestehen im Vorstand verzeichneten.

Mitglieder aktivieren

Sein Ziel als neuer Vorsitzender sei es zunächst, alle Mitglieder anzusprechen und zu aktivieren. "Jeder soll seine Gedanken aktiv in Arbeitskreisen oder im Stadtrat einbringen können!" Ehm dankte Peter Bruckner und 2. Vorsitzenden Norbert Eisner für ihre wertvolle Arbeit. Alte Projekte dürfe man dabei nicht aus den Augen verlieren: Die Anpassung der städtischen Gestaltungsfibel für Häuser zum Beispiel, oder den Bau von erforderlichen Radwegen nach Kempfenhof oder Prangershof. "Wir haben mit dem Staatlichen Bauamt gesprochen, es sind Mittel dafür verfügbar!"

Ebenso liege ihm der Kauf und anschließende die Wiederbelebung des Sulzbacher Bahnhofs samt Umfeld am Herzen: "Das ist eine Visitenkarte der Stadt!" Auf jeden Fall sollte das dortige Reisebüro erhalten werden. Sanierte WC-Anlagen seien schon lange nötig, fügte Peter Bruckner an, nicht nur für Reisende, sondern auch für die Fahrer der Linienbusse. Die Aufklärung über die neue Entwässerungssatzung sei ebenso ein FWU-Anliegen wie Information über das Gesetz zur Überprüfung von privaten Abwasserkanälen durch die Stadt - "das wollen wir in den Siedlervereinen diskutieren!" Ebenso dringend sei Aufklärung über Kauf- und Nachfolgekosten bei Grundstücken oder Bauwerken durch die Stadt, "für die kein unmittelbarer Bedarf besteht."

Im Frühjahr wolle die FWU ihr aktualisiertes Programm vorstellen, kündigte Ehm an. "Brauchen wir in Sulzbach-Rosenberg wirklich all diese Museen?", stellte er in den Raum und verwies beim Kultursektor darauf, dass der Ausbau und Erhalt der Sing- und Musikschule mehr koste als das frühere Hallenbad je an Defizit verschlungen habe.

Neue Baugebiete

Peter Bruckner signalisierte seinerseits, dass er als Stadtrat besser abwägen könne, was machbar sei, wenn er nicht stets die Parteiwünsche berücksichtigen müsse. Sein Antrag auf Doppelnutzung der Tiefgaragen-Stellplätze sei im Stadtrat durchgegangen, weiter liege ihm zunächst noch die Ausweisung von Neubaugebieten am Herzen.
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