Der Ernüchterung folgt der Rausch

Eine Schweinfurter Gegenspielerin hinten, eine vorne - trotzdem lässt sich Sophie Hofmann (Mitte am Ball) nicht aufhalten. Mit zwölf Turniertreffern war sie beste Werferin des HC Sulzbach. Bild: Ziegler
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
24.03.2015
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Ein blöder Formfehler - und das Spiel ist verloren. Dennoch stecken die A-Jugendlichen des HC Sulzbach beim ÜBOL-Turnier den Kopf nicht in den Sand.

Mit einem zufriedenstellenden zweiten Platz beim ÜBOL-Meisterturnier beendeten die Sulzbacher A-Jugend-Handballerinnen die Saison. Bereits in der ersten Partie trafen sie auf den späteren Turniersieger MHV Schweinfurt.

Das Spiel verlief zunächst sehr vielversprechend für den Gastgeber, der mit 7:6 führte. Doch in der zweiten Hälfte, die wegen eines Formfehlers (falsche Spielzeit) in Durchgang eins nur neun Minuten dauerte, gelang den A-Mädchen des HCS kein Tor mehr. Der MHV Schweinfurt gewann mit 10:7 und sicherte sich mit zwei weiteren Erfolge gegen ASV Dachau und TSV Ismaning II den Turniersieg, trotz einer Niederlage gegen die JSG Friedberg-Kissing. Nach der ärgerlichen und selbst verschuldeten Niederlage gegen Schweinfurt waren die Sulzbacherinnen um das Trainerquartett Lisa Steiner, Dosi Kaulfuß, Johannes Luber und Florian Zippe nun heiß auf Wiedergutmachung. Da kam der TSV Ismaning II gerade recht und die Gastgeberinnen spielten sich in einen wahren Rausch.

Gestützt auf klasse Paraden von Torfrau Anki Rösel gelang dem HCS fast das perfekte Spiel. Schnelles und kombinationsreiches Angriffsspiel dirigiert von Sophie Hofmann und Selina Wrosch, sowie sehenswerte Abschlüsse ließen den Ismaningerinnen nicht den Hauch einer Chance. Kreisspielerin Hannah Nemeth zeigte im gesamten Turnier eine super Leistung und belohnte sich selbst mit insgesamt elf Treffern. Nachdem man sich auf den Zuschauerrängen mit den Spielerinnen und Fans der JSG Friedberg-Kissing bereits zu Turnierbeginn angefreundet hatte, kam es auf dem Spielfeld zu einem fairen Duell, das der HC Sulzbach dominierte und mit 13:10 (7:4) gewann. Da auch der ASV Dachau bis dahin zwei Siege und eine Niederlage aufwies, kam es nun zum finalen Vergleich um den zweiten Platz. Die Sulzbacherinnen, die verletzungsbedingt auf Katharina Mutzbauer (Daumen) verzichten mussten, scheiterten in dieser Begegnung von Beginn an zu oft an der gegnerischen Torfrau oder den eigenen Nerven. Zur Pause stand ein mageres 3:2 auf der Anzeigetafel.

In der zweiten Hälfte kam es dann zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit viel Kampfgeist und Einsatzwillen sicherten sich die Herzogstädterinnen ein 7:7, das wegen des besseren Gesamttorverhältnisses die bayerische Vizemeisterschaft in der übergreifenden Bezirksoberliga bedeutete.

HC Sulzbach: Tor: Anki Rösel. Feld: Sophie Hofmann (12), Hannah Nemeth (11), Chrissi Plößl (5), Sara Ertel (5), Selina Wrosch (3), Jasmin Pabst (2), Steffi Ruoff (2), Alina Ibler (2), Theresa Hirschmann (2), Anabell Birner (1), Miriam Weiß (1), Katharina Mutzbauer (1).
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