Der Favorit wankt bedenklich

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
30.11.2014
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Nur knapp schrammen die Bayernliga-Handballer des HC Sulzbach an einer Überraschung vorbei. Nach großem Kampf verlieren sie gegen den TSV Unterhaching mit 30:31. Dabei hätten die Gastgeber durchaus einen Punkt verdient gehabt.

Zwar waren die favorisierten Gäste die reifere und breiter aufgestellte Mannschaft, doch die Sulzbacher überzeugten mit Leidenschaft und Kampfgeist. Bei den Hausherren fehlte Flügelflitzer Björn Kreyßig, während die Hachinger ohne den Rückraumschützen Mathias Salger auskommen mussten. Damit war dem gefährlichen Kreisläufer Johannes Borschel der Passgeber genommen und der zweitbeste Torjäger der Liga konnte nicht so dominant wie gewohnt auftreten.

Jiri Smolik mit elf Treffern

Die Anfangsphase bestimmten so eher die Routiniers beider Teams. Spielmacher Thomas Schibschid war bei den Gästen der Mann der ersten Viertelstunde und düpierte die Sulzbacher Abwehr nach Belieben. Dass sich die Oberbayern hier nicht schon entscheidend absetzten, lag am Oldie der Sulzbacher, Jiri Smolik. Der Tscheche erinnert in diesen Wochen an guten Wein, der auch immer besser wird, je älter er ist. Elf Treffer markierte er insgesamt - und alleine die Leistung des Torjägers hätte einen Punkt verdient gehabt.

So blieb die Partie in der ersten Hälfte immer sehr eng (7:7, 11:11) weil beide Teams durch viele Zeitstrafen im Spielfluss gebremst wurden und auch die Abwehrreihen mit zwei starken Torhütern das Spiel dominierten. Erst in den letzten Minuten des ersten Durchgangs erkämpften sich die Hachinger einen Zwei-Tore-Vorsprung (15:13). Doch die Gastgeber gaben sich noch nicht geschlagen. Neben Smolik waren es wie gewohnt die anderen Torjäger der Herzogstädter, die ihre Klasse zeigten. Toni Kreyßig und vor allem Rechtsaußen Marco Forster, rissen ihr Team immer wieder mit tollen Toren aus der Problemzone und so durften die Sulzbacher beim Zwischenstand von 25:24 sogar an der Sensation schnuppern.

Löchrige Abwehr

Allerdings holte sich Spielertrainer Pavel Krizek nun seine dritte Zeitstrafe ab und durfte fortan nicht mehr mitwirken. Das hatte zwar im Angriff wenig Folgen, wo der junge Daniel Luber die Rolle des Spielmachers übernahm, doch die Abwehr war ohne den Routinier doch arg geschwächt. Dies nutzte nun der beste Gästespieler Martin Dauhrer gnadenlos aus und fand immer wieder die Lücken in der nun etwas löchrigen Abwehr der Gastgeber.

Beim Stand von 27:30 zwei Minuten vor Spielende schien die Partie endgültig gelaufen, aber Marco Forster und Jiri Smolik mit seinem elften Treffer machten es noch einmal spannend. Am Ende war dann das Glück bei den Gästen, die nicht unverdient den 31:30-Auswärtssieg feierten, während die Herzogstädter mit leeren Händen dastanden. Der Applaus der Fans tat dann auch gut und brachte die Gewissheit, dass der HCS auf dem richtigen Weg ist, auch wenn die Hachinger diesmal noch die Nase vorne hatten.

HC Sulzbach: Tor: Lotter, Heimpel. Feld: Smolik (11/1), Marco Forster (9), Toni Kreyßig (5), Luber (1), Krizek (1), Laugner (1), Kristian Forster (1), Funke (1), Klee, Brockstedt.
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