Der Heiland ist geboren

Tausende Sulzbach-Rosenberger aller Konfessionen kamen an Heiligabend in die großen Kirchen, um sich gemeinsam an die Geburt Jesu im Stall zu Bethlehem zu erinnern. Im Bild Dekan Walter Hellauer bei der prunkvollen Eucharistiefeier in St. Marien. Bild: thl
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
26.12.2014
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Wenn die Lichter in den Häusern noch schöner funkeln als zur Adventszeit, die Leute in die Kirchen strömen und es meist Plusgrade hat, dann ist Weihnachten. Die hohe Bedeutung des Christfests für die Gläubigen verdeutlichten an Heiligabend die Feiern in allen großen Gotteshäusern der Stadt.

In Herz Jesu Rosenberg stimmte der Kirchenchor auf die Heilige Nacht ein. Mit der Ankündigung der Geburt Jesu, eröffnete Kantor Johannes Doleschal die Christmette. Ein besonderer Moment der Stille war die Anbetung des Jesuskindleins in der Krippe, zu der die gesamte Gemeinde niederkniete und ein Weihnachtslied sang. Nach dem Wortgottesdienst mit der Verkündigung der Weihnachtsbotschaft feierten die Gläubigen festlich Eucharistie.

Die Angst verschwindet

"Wie kann ich heute Gott genug danken, weil ich heute Nacht eine so ruhige Heilige Nacht feiern kann? Wie kann ich Gott genug danken, dass ich keine Angst haben muss von Terror, Krieg und Obdachlosigkeit im Vergleich zu Millionen anderer Menschen in aller Welt", fragte Pfarrer Saju Thomas eingangs seiner Predigt die Gemeinde. Angesichts der Krisengebiete auf der Welt gab er zu bedenken: Wenn man keine Sicherheit habe, könne jede stille Nacht eine Nacht der Unruhe werden.

"Angesichts intensiver Erfahrungen des Lebens proklamieren wir Christen heute Nacht dennoch und zurecht mit Freude und Heiterkeit, dass heute die stille und heilige Nacht ist. Eine stille Nacht kann beängstigend sein, aber wenn Gott wie ein Kind in die Stille hinein geboren wird, verschwindet die Angst und erfüllt uns mit Sicherheit, Freude, Hoffnung, Licht, Liebe und Harmonie."

Musikalisch-festlich

In der Stadtpfarrkirche St. Marien feierten Dekan Walter Hellauer und Kaplan Xaver Becher die Christmette in der Heiligen Nacht ebenfalls mit vielen Gläubigen. Musikalisch festlich gestaltet wurde die Christmette vom Blechbläserensemble der Pfarrei unter der Leitung von Maria Boßle dem Kirchenmusiker Steffen Kordmann an der Orgel im Wechsel mit dem Kirchenchor. "Wir feiern Eucharistie in der Heiligen Nacht. Freut Euch im Herrn, denn heute ist uns der Heiland geboren. Gottes Sohn wird ein Menschenkind - so bringt Gott Licht ins Dunkel und trägt seine Zukunft in diese Welt", betonte Dekan Hellauer zu Beginn der Christmette.

"Es ist Nacht, eine der längsten, dunkelsten Nächte des Jahres. Hochheilige Nacht nennen wir sie. Wir füllen diese Nacht mit Liedern, mit Kerzenschein und Geschenken. Wir spüren, die Christnacht ist mehr, als Menschen aus ihr machen können. Die Christnacht hat eine Botschaft, eine Botschaft, die auch unsere Nacht erhellen kann", hob Dekan Walter Hellauer in seiner Predigt hervor. Es ist Nacht in Bethlehem, es ist die Nacht der Heimatlosigkeit zweier Menschen, die Nacht der Obdachlosigkeit, die Nacht der Armut. Die Nacht von Bethlehem - kennen wir sie nicht auch?", meinte der Prediger fragend.

Heiland der Welt

Aber: Mitten in die Nacht von Bethlehem strahlt ein Licht auf. Hellauer: "Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Jedes Kind das geboren wird, ist ein Licht für die Menschheit. Aber das Kind, das in Bethlehem geboren wird, ist ein ganz besonderes, der Heiland der Welt, der Messias, der Retter ist geboren, der der alles heil macht. Feiern wir diese hochheilige Nacht, in der Gott selbst auf die Welt kommt, um unsere Nacht zu erleuchten."

Sehr feierlich war auch die musikalische Gestaltung der Christvesper in der Christuskirche mit Dekan Karlhermann Schötz. Unter der Leitung von Dekanatskantor Gerd Hennecke weckten der Posaunenchor und die Kantorei mit Bläserklang und Gesang Weihnachtsfreude. Auch vier Engel verkündeten die Botschaft von der Geburt des Erlösers. Sie sangen erst auf der Orgelempore, dann auf der Kanzel und zogen schließlich zum Lied "Stern über Bethlehem" mit brennenden Kerzen zur Krippe.
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