Der Hetze widersprechen

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
28.01.2015
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Sulzbach-Rosenberg hilft! Mit dieser klaren Ansage machen sich etwa 30 Bürger auf, um die Asylsuchenden in der Stadt zu unterstützen. Sie wollen damit ein deutliches Zeichen setzen - auch gegen die Pegida-Bewegung.

Der Saal im Keller der Christuskirche war gut gefüllt, als Initiator Hans Lauterbach die etwa 30 Gäste, darunter eine ganze Reihe von Flüchtlingen, begrüßte. Auch Vertreter aus der Kommunalpolitik, darunter Bürgermeister Michael Göth und dritter Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein sowie Hausherr Dekan Karlhermann Schötz hießen die Teilnehmer willkommen.

Angst um das Leben

Göth betonte, dass kein Flüchtling freiwillig seine Heimat verlasse, um nach Deutschland zu kommen. Die Angst um das eigene Leben oder das der Angehörigen trieben die Menschen aus den Krisengebieten der Welt in die Flucht. Das Stadtoberhaupt hieß die Betroffenen willkommen und sicherte die Unterstützung der Stadt zu, wo immer dies nur möglich sei.

Lauterbach berichtete zunächst von den Anfängen der Initiative "Sulzbach-Rosenberg hilft!". Angetrieben durch eine Diskussion im Internet-Netzwerk Facebook, in der vor allem gegen Flüchtlinge gehetzt wurde, habe man sich dazu entschlossen, aktiv zu werden, um den von Flucht betroffenen Menschen zu helfen und mit den doch so gängigen Vorurteilen gegenüber Asylbewerbern aufzuräumen.

Mit Freizeitangeboten

Am Mittwoch, 4. Februar, werde die Initiative in diesem Zusammenhang ein Informationsblatt präsentieren, das all den Klischees Tatsachen gegenüberstellt. Die interne Arbeitsgruppe "aktive Arbeit" präsentierte ein anderes Infoblatt. Es listet Freizeitangebote für Asylsuchende auf. Auf dem Flyer gibt es Hinweise zum Training bei Vereinen oder Öffnungszeiten von Bädern in der Region. Darüber hinaus organisiere man weiter fleißig Sprachkurse für Flüchtlinge.

Erstes Rüstzeug

Einige Neuankömmlinge hätten bereits die ersten Stunden absolviert und seien mit dem grundlegenden Rüstzeug für das Deutschlernen versorgt worden. "Das ist ein klassisches Beispiel für Hilfe zur Selbsthilfe", erklärte Lauterbach.

Hausherr Schötz, hieß alle Gäste in der Christuskirche in mehreren Sprachen willkommen. "Dieser Nachmittag hier heute zeigt, dass Deutschland wesentlich mehr ist, als Pegida", sagte der Geistliche.
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