Der kürzeste Weg

Auf diesem Portal soll für die Schüler alles möglichst übersichtlich sein. Lieber weniger, aber dafür gezielte Informationen und mehr Klarheit: Welcher Weg ist für mich der richtige.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
16.01.2015
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Wie kommt man am besten an Jugendliche heran? Natürlich über ihr Smartphone! Also muss es das neue Informationsportal zur Berufsorientierung, das die IHK in Zusammenarbeit mit dem Schulamtsbezirk Amberg-Sulzbach plant, auch als App geben.

Ein zweiter Grundgedanke bei diesem Pilotprojekt ist die regionale Filterung der Angebote. Sie sollen vor allem den Bereich mittlere Oberpfalz mit Schwerpunkt Amberg-Sulzbach umfassen. Das würde die neue Online-Plattform von allen bereits existierenden unterscheiden.

Diese Ideen stellte Winfried Mellar, der Geschäftsführer Bildungspolitik der IHK Regensburg, vor einiger Zeit im Arbeitskreis Schule-Wirtschaft Amberg/Amberg-Sulzbach vor. Inzwischen gibt es weitere Festlegungen. So hat die IHK für den Bereich Berufsorientierung und Kontakt zu Betrieben eigens Tatjana Schmeißl eingestellt, die zunächst die Plattform mitbetreut, eventuell in Zusammenarbeit mit Julia Wolfsteiner, der Zukunftscoachin des Landkreises.

Für die IHK läuft das alles unter dem Oberbegriff Fachkräftesicherung. Denn diese Hoffnung verbindet sich mit der neuen Präsentationsform: dass regionale Betriebe, die den mittlerweile raren Berufsnachwuchs suchen, so den kürzesten Weg zu ihrem Zielpublikum finden. Jungen Leuten vor der Wahl des Ausbildungsplatzes soll das Onlineportal zeigen, was man hier werden kann, was zu ihnen passt und wer ihnen weiterhilft. Inklusive schneller Zugriff auf Praktikums- und Lehrstellenbörse sowie Patenschaften zwischen Schule und Firmen. Eltern sollen mit wenigen Klicks einen Überblick über den Riesenfundus aller lokalen Berufsorientierungsmaßnahmen in Schulen und Firmen erhalten.

Der Vorteil für die Betriebe, von denen zuletzt immer mehr ihre Lehrstellenangebote direkt an die örtlichen Schulen schickten: Sie können sie jetzt für ein größeres Publikum platzieren und gleichzeitig ihre Praktikumsangebote mit den dort ebenfalls veröffentlichten Terminplänen der Schulen in Sachen Berufsorientierung koordinieren. Ein Login, um eigene Informationen einstellen zu können, erhalten interessierte Unternehmen, Lehrer sowie regionale Bildungsträger. Für die technische Umsetzung baut die IHK auf eine Kooperation mit der Amberger Gewerbebau und der OTH, die bereits an einer ähnlichen Plattform arbeiten, die sich erweitern lässt.

Ganz wichtiger Gedanke dabei: die Wünsche der Schüler stärker berücksichtigen, das Portal so gestalten, dass die Jugendlichen es am einfachsten nutzen können - etwa als App. Und kurz muss es bei aller angestrebten Vollständigkeit sein. Winfried Mellar formuliert es so: "Es soll für die Schüler alles möglichst übersichtlich sein. Lieber weniger, aber dafür gezielte Informationen und mehr Klarheit: Welcher Weg ist für mich der richtige." Zu Beginn des nächsten Schuljahres soll die Internetseite als Grobgerüst nutzbar sein.
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