Diagnose auch um Mitternacht

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
29.01.2015
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Die Datenleitung macht es möglich: Nachts und am Wochenende hilft das Klinikum Nürnberg mit, ansonsten ein neu eingestellter Radiologe. Es herrscht "eine neue diagnostische Qualität" - die Verantwortlichen sind sich einig. Das St.-Anna-Krankenhaus hat nun eine eigene Radiologie.

Freude herrschte bei Landrat Richard Reisinger, Ärztlichem Direktor Dr. Klaus Nester und Vorstand Klaus Emmerich: Die Gründung einer Radiologischen Fachabteilung am St.-Anna-Krankenhaus ist vollzogen, die Arbeit läuft.

Eigener Radiologe

Bis Dezember verfügte das Krankenhaus über eine Röntgenabteilung mit medizinisch-technischen Radiologieassistenten, die die Geräte bedienten. Befunde konventioneller Röntgenaufnahmen bearbeiteten die angestellten Fachärzte. CT-Aufnahmen wurden entweder teleradiologisch oder an zwei halben Tagen von einem Radiologen des Klinikums St. Marien in Amberg beurteilt. "Seit 2015 haben wir einen eigenen Radiologen", freute sich Emmerich: Dr. Manfred Swierzyk nahm seine Arbeit am 1. Januar auf, erläuterte Ärztlicher Direktor Nester sein Radiologiekonzept. Mit der Vollzeitanstellung sei jetzt ein Facharzt für diagnostische Radiologie kompetent für sämtliche konventionelle und Schnittbild-Diagnostik verfügbar.

"Ich bin sehr erfreut über meine neue Aufgabe im St.-Anna-Krankenhaus", ergänzte der frisch eingestellte Radiologe Swierzyk. "Ab sofort schauen sich zwei Ärzte jede Röntgenaufnahme an: der anfordernde Arzt und ich als Radiologe. Das erhöht die Sicherheit in der Befundung." Sowohl der klinische Kollege als auch der Radiologe profitierten voneinander. "Und letztlich gewinnt der Patient!"

Punktions-Einheit kommt

Landrat Reisinger stellte die Einzelheiten vor: "Das Radiologiekonzept ist noch umfassender. Am Wochenende und in der Nacht stellen wir CT-Befundungen auf Teleradiologie mit einem Maximalversorger um. Dafür steht uns das Klinikum Nürnberg zur Verfügung." Die ersten Schritte zur weiteren Modernisierung der Radiologie würden bereits umgesetzt. Als Beispiel nannte Swierzyk die Erweiterung des Computertomographen um eine Punktions-Einheit, die komplette Bild-Digitalisierung sowie die Erneuerung des Durchleuchtung-Arbeitsplatzes.

Es kann also losgehen. Die Idee dieses Konzepts hatte Ärztlicher Direktor Nester entwickelt - an der Umsetzung waren viele Mitarbeiter und Führungskräfte beteiligt.
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