Diakon Peter Bublitz spricht bei KAB Senioren über das Zweite Vatikanische Konzil
Verhältnis zu anderen Religionen verbessert

Auch auf die Auswirkungen des II. Vatikanischen Konzils ging Diakon Peter Bublitz ein. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
25.09.2014
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"Kirche im Wandel der Zeit", darüber sprach Diakon Peter Bublitz bei den KAB-Senioren-aktiv der Pfarrei Herz Jesu Rosenberg. Vorsitzende Gerlinde Hering blickte kurz zurück auf die 50-Jahr-Feier der KAB-Senioren.

Peter Bublitz führte die Zeichen der Zeit im Jahr 1961 auf: der erste Mensch im Weltall, der Ost-West-Konflikt, der Bau der Berliner Mauer. Der Wandel der Zeit machte sich auch in der Kirche bemerkbar. Das war auch die Zeit, in der die heutigen Senioren geheiratet haben. Aber in der Kirche galt der Spruch, dass man nichts verändern brauche.

Wunsch nach Änderung

Das Erste Vatikanische Konzil von 1870 wurde abgebrochen. Danach kam die liturgische Bewegung, in der z. B. die Messgewänder geändert wurden, danach Papst Johannes XXIII., der sagte, es müsse sich etwas ändern. Auch sein Nachfolger Papst Paul VI. sei nicht mutlos geworden. Bedeutende Männer waren: Kardinal Döpfner, Kardinal Frings, Bischof Kempf, Kardinal König, Prof. Küng, Bischof Lefebvre u. a.

Das Ergebnis waren drei Konstitutionen, eine Pastoralkonstituton über die Kirche in der Welt von heute, neun Dekrete und drei Erklärungen. Den Menschen wurde Religionsfreiheit zugestanden und das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen verbessert. "Alle Menschen guten Willens haben ihren Glauben zu leben." Durch die nachkonziliare Euphorie war der Zuspruch zur Kirche nie größer als gegen Ende des Konzils.

Früchte des Konzils waren: Ein Dialog sollte entstehen, die Gemeinschaft des ganzen Kirchenvolkes, die Pfarrgemeinde gehörten dazu. Pfarrgemeinderäte, Diözesanräte usw. wurden gegründet. Gegenüber dem Judentum gab es eine Neuorientierung, auch die Heilsbedeutung gegenüber anderen Kirchen. Die Exkommunikation gegen die Ostkirchen wurde aufgehoben. Es entstand ein neues Verhältnis zwischen Kirche und Staat. Bei der Liturgiereform trugen alle Teil an der Gemeinde.

Ein Aufbruch nach dem Konzil war von 1965 bis 1995 erkennbar. Es wurden Gemeindereferenten, Diakone und Kommunionhelfer eingeführt. "Es bestehen aber noch einige offene Ziele und Forderungen!". Bublitz erklärte, dass der Priestermangel kein weltweites Problem, sondern nur ein europäisches sei. Es habe immer eine Wellenbewegung gegeben. "Seien wir nicht mutlos und machen wir weiter, denn es sind immer wieder Leute aufgestanden!"
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