Die aktuelle Situation von Asylbewerbern und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen
Eine erste Hilfe in der Region

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
22.05.2015
14
0
Im Landkreis Amberg-Sulzbach sind derzeit 508 Flüchtlinge und 21 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (Stand 12. Mai 2015) beheimatet. Die Asylbewerber sind in 55 dezentralen Unterkünften sowie in zwei Gemeinschaftsunterkünften in Vilseck und Freihung untergebracht. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden in Sulzbach Rosenberg im Ernst-Naegelsbach-Haus, im Haus Meilenstein in Amberg sowie in Pflegefamilien betreut.

Verteilung

Die Verteilung erfolgt nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel. Demnach muss Bayern 15,5 Prozent der Flüchtlinge aufnehmen. Davon werden 8,8 Prozent auf die Oberpfalz verteilt und davon wiederum 9,6 Prozent auf den Landkreis Amberg-Sulzbach.

Ablauf

Die Flüchtlinge kommen zunächst in Erstaufnahmeeinrichtungen. Davon gibt es aktuell vier in Bayern; München, Zirndorf, Deggendorf und Regensburg. In diesen Erstaufnahmeeinrichtungen erfolgt eine Gesundheitsuntersuchung und werden persönliche Daten des Flüchtlings erfasst.

Die Regierung verteilt die Asylbewerber später nach dem eben genannten Königsteiner Schlüssel an die Landkreise und kreisfreien Städte.

Beratung und Betreuung der Asylbewerber im Landkreis

Die Sozialberatung der Asylbewerber im Landkreis Amberg-Sulzbach erfolgt durch die Diakonie Sulzbach-Rosenberg, Betreuung erfahren sie außerdem durch viele Ehrenamtliche, sei es mit Sprachkursen oder Fahrdiensten, sowie durch die Vermieter der dezentralen Unterkünfte, die den Asylbewerbern beispielsweise Informationen über Einkaufsmöglichkeiten, die ärztliche Versorgung und öffentliche Verkehrsmittel geben und sie auch bei Behördengängen begleiten.

Bei den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ist die Situation so, dass sich um sie der CJD Jugendmigrationsdienst für junge Flüchtlinge kümmert.

Akzeptanz in der Bevölkerung

Auch dank der überwiegend dezentralen Unterbringung der Asylbewerber im Landkreis Amberg-Sulzbach werden die Flüchtlinge in das Alltagsleben gut bis sehr gut integriert und die Akzeptanz in der Gesellschaft sowie die Bereitschaft der Bevölkerung zu helfen sind enorm. So gibt es mittlerweile zahlreiche Ehrenamtliche und Initiativen, die mit anpacken, auf die Asylbewerber zugehen und so einen unschätzbaren Beitrag leisten. "Dafür von offizieller Seite mal ein herzliches Vergelt's Gott - auch an die Gemeinden und deren Bürgermeister und Mitarbeiter, die oftmals erste Ansprechpartner vor Ort sind und an die Asylbewerber beispielsweise auch das Taschengeld auszahlen oder Krankenscheine ausgeben", sagt Christine Hollederer, Pressesprecherin und persönliche Referentin des Landrats.

Wo hakt es noch?

Es fehlt wohl nicht nur im Landkreis Amberg-Sulzbach an Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge. Dabei sei darauf hingewiesen, dass für Vermieter kein Risiko besteht, da die ortsübliche Miete vom Landratsamt bzw. vom Jobcenter übernommen wird. Auch die Möblierung der Zimmer oder die Betreuungsleistungen der Vermieter fallen bei der Bereitstellung von Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge weg.

Nach wie vor ist der Landkreis aber auch auf der Suche nach Wohnungen, die als dezentrale Unterkunft geeignet sind. Kontakt kann hier per Mail an abteilung2@amberg-sulzbach.de aufgenommen werden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7906)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.