Die Emotion der Verknüpfung

Eine Trachten- und Gesangsgruppe seinerzeit in Kasachstan - auch im Ausland hielten die Deutschstämmigen ihre Tradition in Ehren. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
17.09.2015
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Spuren deutsch-russischer Verbindungen: Eine von der Bundesregierung geförderte Wanderausstellung über Geschichte und Integration der Russlanddeutschen macht Halt im LCC in Sulzbach-Rosenberg. Ihr Titel: "Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart".

"Wurzeln schlagen und die Gesellschaft stärken", das ist der Leitgedanke der neuen Wanderausstellung, die vom 22. September bis 11. Oktober in der Landkreisvolkshochschule gastiert. Sie ist Teil eines bundesweiten Integrationsprojektes, gefördert vom Bundesministerium des Innern in Berlin und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg.

Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 22. September, um 18 Uhr von Landrat Richard Reisinger und Waldemar Eisenbraun, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Stuttgart. Projektleiter Jakob Fischer, selbst Deutscher aus Kasachstan, führt mit einer Präsentation in die Ausstellung ein und zeigt auf Großleinwand Kurzfilme über die Geschichte und Integration der Deutschen aus Russland. Er informiert mit interessanten Dokumentationen zur Geschichte dieses leidgeprüften Volkes, benennt Beispiele des Zusammenlebens, von glücklichem Ankommen, von neuen Wurzeln, neuer Heimat und verständnisvollem Miteinander. Spätaussiedler aus Sulzbach-Rosenberg werden von ihrer gelungenen Integration erzählen. Musikalisch umrahmt wird die Ausstellungseröffnung durch den Chor Kalinka und die Tanzgruppe von Erna Horn.

Auch Vorurteile dabei

Die Ausstellung selbst zeigt mit Tafeln und Schaubildern, Vorträgen und Filmen das wechselvolle Schicksal der Russlanddeutschen, beginnend mit der Ausreise der Deutschen aus verschiedenen deutschen Kleinstaaten nach Russland auf Einladung der Zarin Katharina II., die 1762 bis 1796 das Russische Zarenreich regierte. Zu sehen sind auch die Kriegsfolgenschicksale der Deutschen aus Russland, welchen Vorurteilen die Russlanddeutschen hier begegneten und begegnen und wie ihre Integration gelingt. 2,8 Millionen deutsche Aussiedler aus der ehemaligen UdSSR kamen seit den 1990er Jahren zurück in das Land ihrer Vorfahren, dank geduldiger Diplomatie und erfolgreicher Entspannung.
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