Die Marionettenspieler der Weidener Polizei warnen vor kriminellen Maschen
Senioren lassen Puppen tanzen

Witwe Erna Meier und ihre Nachbarin warten auf den Bus, der sie zu einer Kaffeefahrt mit Werbeveranstaltung abholt. Der Ausflug, nachgespielt von der Polizeipuppenbühne, endet mit einem Reinfall. Bild: cog
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
29.09.2015
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Auf Gefahren hinzuweisen, ohne Panik zu verbreiten und den moralisch erhobenen Zeigefinger zu zeigen: Das versuchten die Puppenspieler der Polizeiinspektion Weiden bei ihrem Gastspiel im Rathaussaal. Es gehörte zum Programm der Seniorenaktionswoche. Beteiligt waren die Polizeibeamten Helmut Fritsch, Georg Hüttner und Thomas Nörl.

Die Hauptfigur ihres Spiels war die verwitwete Erna Meier, die sich von einer Gewinnzentrale blenden ließ. Diese versprach ihr einen wertvollen Preis. Um den zu bekommen, müsse sie vorher "nur" die Verwaltungsgebühr entrichten. Tatsächlich handelte es sich bei dem 40-teiligen Besteckkasten, angeblich aus Silber, um ein billiges Service. Die 50 Euro, die sie bezahlt hatte, sah die Seniorin nicht wieder.

Die Teilnahme an einer Ausflugsfahrt, zusammen mit einer Nachbarin, endete ebenfalls mit einem Reinfall. Resümee war, dass man sich alle Versprechungen genau ansehen sollten, ehe man den Geldbeutel öffnet. "Geschenkt bekommt man nichts", warnten die Polizisten. Verhaltensratschläge bei Tricks von Betrügern an der Haustür und Haustürgeschäften, zum sogenannten Enkeltrick und Schutz vor Wohnungseinbrechern gehörten ebenfalls zum Repertoire der Polizeipuppenbühne.

Dankesworte hatte der städtische Seniorenbeauftragte Holger Fleck für die Polizeibeamten, die Rede und Antwort standen, und für die zahlreichen Besucher parat.
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