Die Mauer im Mittelpunkt

Kaplan Xaver Becher spendete den Segen am Freialtar in der Rosenberger Straße.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
05.06.2015
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Fronleichnam ist ein Hochfest im katholischen Kirchenjahr. Gefeiert wird dann die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie. Die Pfarrei St. Marien Sulzbach hatte heuer das Psalmwort "Mit meinen Gott überspringe ich Mauern" gewählt.

Zum Festgottesdienst kamen viele Gläubige, um mit Dekan Walter Hellauer, Kaplan Xaver Becher, Gemeindereferentin Maria Witt und zahlreichen Ministranten Eucharistie zu feiern. Musikalisch festlich gestaltet wurden Festgottesdienst und Prozession von den Bläsern und dem Chor St. Marien unter Leitung von Maria Boßle und Chorleiter Steffen Kordmann.

Gemeinsam überwinden

"Mit meinen Gott überspringe ich Mauern", heißt es im 18. Psalm. Dieses Wort erinnere an den lebendigen Gott. "Er ist jetzt gegenwärtig, wenn wir Eucharistie feiern", so Dekan Walter Hellauer bei der Einführung in den Gottesdienst. "Mauern begegnen uns ständig in unserem Leben, sichtbare und unsichtbare, manche Mauern bieten Schutz, andere engen ein. Mauern trennen Menschen voneinander. Wie aber schaffen wir es, sie zu überwinden?", so leitete Dekan Walter Hellauer seine Predigt ein.

Kein Hindernis mehr

Auf dem Bild von Sieger Köder springt ein Ministrant gleich über drei Mauern. Mit dem Licht in der Hand schafft er den Sprung und erhellt die Dunkelheit. "Sprünge über Mauern haben es in sich: Man springt schließlich ins Ungewisse mit der Hoffnung auf Neues. Vielleicht wagen wir die entscheidenden Sprünge im Leben nur mit Gottes Hilfe." Christus selbst habet in seinem Leben Mauern überwunden: Mauern zwischen Gott und uns Menschen, Mauern der Angst und des Misstrauens, Mauern, die Menschen von Menschen trennen.

"Darum tragen wir", erklärte Walter Hellauer am Ende seiner Predigt, "in diesem kleinen Stück Brot Christus selbst durch unsere Stadt, damit alle sehen und hören, was mit unserem Gott möglich ist. Mit ihm sind selbst Mauern kein wirkliches Hindernis mehr!" Nach dem Festgottesdienst zogen die Gläubigen in einer feierlichen Prozession betend und singend zu den drei geschmückten Altären, die von Gemeinschaft St. Georg, Katholischem Frauenbund, den Ministranten, Pfadfindern und Familiengottesdienstteam kunstvoll gestaltet wurden.

Während der Prozession trugen Dekan Walter Hellauer und Kaplan Xaver Becher das Allerheiligste, begleitet von der Gemeinschaft St. Georg, eskortiert von Abordnungen der Bergmänner und Bereitschaftspolizei. Es reihten sich Schwestern, Ministranten und Erstkommunikanten ein. Die Jugendverbände und die christlichen Vereine nahmen mit ihren Fahnen und Bannern teil.

Altäre mit Themen

Die Altäre standen unter den Themen "Du führst uns hinaus in Weite", "Du machst unsere Finsternis hell", "Mit dir überspringe ich Mauern". Dort wurden das Evangelium gelesen, Lobpreis und Fürbitten gebetet und der Segen gespendet. Nach dem "Te deum" am letzten Altar dankte Dekan Walter Hellauer allen, die geholfen hatten, das Fest so festlich zu gestalten, und lud zum gemütlichen Zusammensein am Pfarrplatz ein.
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