Die Simultankirchen im ehemaligen Herzogtum Pfalz-Sulzbach sind ein wichtiges kulturelles Erbe. Diese Gotteshäuser, die ab dem 17. Jahrhundert von Evangelischen und Katholiken gemeinsam genutzt wurden, versucht der Förderverein
Radeln und staunen

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.03.2015
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Simultankirchen in der Oberpfalz den Menschen näherzubringen.

(gac) Der Verein, den es seit drei Jahren gibt, hielt im evangelischen Dekanat in Sulzbach-Rosenberg seine Jahreshauptversammlung ab.

Mit aller Kraft

"Das wichtigste Projekt des Fördervereins ist der Simultankirchen-Radweg", sagte der Vorsitzende, Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler aus Weiden. Und da arbeitet das Vorbereitungsteam derzeit mit aller Kraft dafür, dass bis zur Eröffnung am Freitag, 8. Mai, alles fertig ist. An dieser Auftaktveranstaltung nimmt auch der bayerische Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm teil.

Bis dahin hat der lediglich 46 Mitglieder starke Verein ein Riesen-Arbeitspensum zu erledigen: Für den Radweg, der 47 ehemals oder bis heute simultane Kirchen verbindet, soll ein Marketing-Flyer herausgegeben werden, außerdem für jede Kirche am Weg einen Kirchen-Flyer und ein Schild. Eine Website wird den Weg und alle Kirchen vorstellen. Dank einer Förderung aus dem Leader-Programm und durch großzügige Zuwendungen von kirchlichen und privaten Spendern konnten die Kosten dafür aufgebracht werden.

Mitglieder gesucht

Für viele Gemeinden ist die Mitgliedschaft im Förderverein lohnend, weil der Jahresbeitrag bei nur 24 Euro liegt. Dafür kann das touristische Marketing des Simultankirchen-Radwegs genutzt werden. Nicht zuletzt deshalb hofft Pauckstadt-Künkler bis zum Jahresende auf eine dreistellige Mitgliederzahl: "Auch Privatpersonen können Mitglied werden. Und überzeugte Mitglieder sind die besten Werber für den Verein." Mehr Mitstreiter werden dringend benötigt, weil die Leader-Förderung heuer ausläuft.

Pauckstadt-Künkler dankte allen Mitarbeitern, den politischen und kirchlichen Gemeinden beider Konfessionen und der evangelisch-lutherischen Landeskirchenstelle Ansbach, ohne deren Engagement das Projekt nicht hätte verwirklicht werden können.
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