Die Wehr ist's wert

Seit 60 beziehungsweise 40 Jahren gehören die Jubilare der Feuerwehr an (von links): 2. Vorsitzender Georg Götz, Vorsitzender Hans König, Georg Honig, Johann Schäfer, Alfons Horst, Harry Steger, Hans Flierl, Willi Morgenschweis, Hermann Ganserer, Leonhard Prechtl, Josef Weiß und Hans Hermann Strobel.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
21.10.2015
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Feuerwehren kosten Geld. In Zeiten, in denen viel von Einsparungen die Rede ist, fragen sich manche, ob der Aufwand noch nötig ist. Die Antwort bei der Rosenberger Wehr fällt eindeutig aus.

Wenn die Feuerwehren ausrücken müssen, dann ist der Anlass oft ein unangenehmer. Ganz anders beim Ehrenabend der Feuerwehr Rosenberg, bei der die Übergabe eines neuen Fahrzeuges sowie Ehrungen im Mittelpunkt standen.

Das Feuerwehrfahrzeug sei kleiner als das letzte, das die FFW Rosenberg erhalten habe. Deswegen falle auch die Feier kleiner aus, bemerkte Vorsitzender Hans König augenzwinkernd. Die Pfarrer Uwe Markert und Thomas Saju segneten den Wagen mit dem Kennzeichen SUL-RO 101. Musikant Florian spielte zur Einstimmung auf den Ehrenabend.

"Hervorragend aufgestellt"

Die Schlüsselübergabe für ein neues Feuerwehrfahrzeug sei ein wichtiger Termin für einen Kommunalpolitiker, bekannte Bürgermeister Michael Göth. Denn die Wehren leisteten einen unschätzbaren Dienst für die Gesellschaft. In vielen Fällen kämen die Ehrenamtlichen in der Stadt und im Landkreis psychisch und physisch an ihre Grenzen. "Die FFW Rosenberg ist personell und technisch hervorragend aufgestellt", lautete das Fazit des Bürgermeisters.

Oft zögen Medien in Zweifel, ob die vielen Wehren noch bezahlbar seien. "Doch gibt es überhaupt eine Alternative zu den Feuerwehren, in denen Männer und -frauen den Dienst ehrenamtlich und in der Freizeit leisten?", fragte Kreisbrandrat Fredi Weiß. Würde man in Amberg-Sulzbach eine hauptamtliche Feuerwehr gründen, so müsste der Landkreis pro Jahr rund 36 Millionen Euro aufbringen.

Der Kommandowagen, der einen 1991 beschafften Versorgungs-Lkw ersetzt, sei ein weiterer Baustein im Fahrzeugkonzept, das mit der Stadt abgestimmt sei, betonte Kommandant Jürgen Schloß. Es handelt sich um einen Audi Q5 Quattro, der in erster Linie als Führungsfahrzeug für Einsatzleiter, Zugführer und weitere Führungskräfte eingesetzt werde. Ausgestattet ist er mit Einsatzunterlagen und -dokumentationsmaterial, Warn- und Beleuchtungsgerät, Kommunikations- und Messgeräten sowie Notfalltasche. Da die Audi AG die Feuerwehren beim Kauf mit einem Rabatt von rund 42 Prozent unterstützt, liegt der Komplettpreis inklusive Sondersignalanlage bei 37 700 Euro. Die Stadt Sulzbach-Rosenberg beteiligte sich mit 10 000 Euro für die Sondersignalanlage und den Digitalfunk, der Rest wurde durch Spenden finanziert, maßgeblich unterstützt durch die Firmen Leonhard Kurz Prägefolien und Janesville Acoustics.
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