Die Weltlesebühne am Mittwoch zu Gast im Literaturhaus Oberpfalz
Im Dialog mit der Ukraine

Polnisch, Jiddisch, Deutsch - Jurko Prochasko kann das alles.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
29.10.2014
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"Wir müssen uns unsere Geschichten erzählen. Die Ukraine, Deutschland und die Rolle der Übersetzer": Eine Lesung samt Gespräch mit den Übersetzern Claudia Dathe und Jurko Prochasko unter Moderation von Olga Radetzkaja veranstaltet das Literaturhaus Oberpfalz am Mittwoch, 5. November, um 20 Uhr.

Die Ereignisse dieses Jahres haben die Ukraine hierzulande mehr denn je ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Zutage kam dabei nicht zuletzt, wie wenig man in Deutschland über das Land im Osten weiß; einem Großteil der Öffentlichkeit fällt es schwer, sich eine Meinung zu bilden, die nicht in den alten Denkmustern des Ost-West-Konflikts verfangen bleibt.

Ukrainische Autoren und Intellektuelle reagierten zu Jahresbeginn mit einer Vielzahl von Texten auf die Ereignisse auf dem Kiewer Majdan. Dass viele dieser Texte in kürzester Zeit auch die deutsche Leserschaft erreichten, war einmal mehr dem Engagement von Übersetzern zu verdanken.

Wichtige Rolle

Für den Dialog zwischen ukrainischer und deutscher Kultur spielen zwei dieser Vermittler seit Jahren eine besonders wichtige Rolle: Claudia Dathe (Jena/Tübingen), Übersetzerin aus dem Russischen und Ukrainischen (unter anderem von Serhij Zhadan und Tanja Maljartschuk), und Jurko Prochasko (Lemberg), Übersetzer aus dem Polnischen, Jiddischen und Deutschen (unter anderem von Robert Musil, Franz Kafka).

Im Gespräch mit Olga Radetzkaja, Übersetzerin aus dem Russischen und Mitarbeiterin der Zeitschrift "Osteuropa", beleuchten Dathe und Prochasko die spezifischen Fallstricke im deutsch-ukrainischen Verhältnis und die Schwierigkeiten und Chancen der gegenseitigen Wahrnehmung.

Gelesen wird aus den im Frühjahr erschienenen Bänden "Majdan! Ukraine, Europa" (herausgegeben von Claudia Dathe und Andreas Rostek) und "Euromajdan. Was in der Ukraine auf dem Spiel steht", herausgegeben von Juri Andruchowytsch.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der "Weltlesebühne", einem Zusammenschluss von Literaturübersetzern, statt und wird aus Mitteln der Robert-Bosch-Stiftung unterstützt. Eintritt sieben Euro, ermäßigt fünf. Informationen und Reservierungen: 09661/815959-0 oder info@literaturarchiv.de.
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