Die wütende Diva

Das ist mal eine Anfeuerung: Die Trommler des HC Sulzbach müssen gewaltig auf die Pauke hauen, um ihre Mannschaft gegen Waldbüttelbrunn zu unterstützen. Bild: Ziegler
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
29.10.2015
0
0

Wenn der Tabellensiebte gegen den Achten spielt, sollte die Favoritenrolle tendenziell beim Gastgeber liegen. Nicht so in der Partie des HC Sulzbach gegen die DJK Waldbüttelbrunn. Ein Heimsieg wäre eine dicke Überraschung.

Der HC Sulzbach erwartet am Samstag, 31. Oktober (18.30 Uhr), in der Handball-Bayernliga den Meisterschaftsfavoriten DJK Waldbüttelbrunn in der Krötenseehalle, der einen unerwartet schwachen Saisonstart hinlegte.

Was ist los bei den "Sumpflern", die im vergangenen Jahr der einzig ernstzunehmende Verfolger von Meister Auerbach waren? Es liegt wohl vor allem am Fehlen des vielleicht besten Akteurs der Unterfranken, Manuel Feitz, der an einer langwierigen Verletzung laboriert. Damit fehlt den Gästen ein Eckpfeiler im sonst so eingespielten Team - und der Saisonstart ging mit 6:6 Punkten gehörig daneben.

Szentgyörgyi spielt wieder

Zuletzt stabilisierte sich das Team von Trainer Karoly Kovacs aber, denn mit Julian Stumpf und dem reaktivierten Ungarn Joszef Szentgyörgyi verfügen die Waldbüttelbrunner immer noch über genügend Klasse und wollen den Rückstand auf die Tabellenspitze nicht zu groß werden lassen. Dazu gehört natürlich ein Erfolg bei der launischen Diva aus der Herzogstadt. Den haben die Gäste sicher fest eingeplant.

Einen Plan haben aber auch die Sulzbacher, die eine Woche Zeit hatten, um die Pleite von Erlangen-Bruck zu verdauen. Die Truppe wird sicher mit einiger Wut im Bauch auflaufen, um den Kritikern zu zeigen, dass sie besser sind als es die "Momentaufnahme" vom vergangenen Samstagabend aussagt.

Sollte es Trainer Pavel Krizek geschafft haben, das Feuer bei seinen Spielern wieder zu entfachen, kann man sich zumindest auf ein spannendes Spiel freuen, denn so schlecht sahen die Sulzbacher in den vergangenen Jahren auch gegen eine komplette DJK nicht aus.

Stolz und Leidenschaft sind gefragt, denn die Fans wollen Kämpfer auf dem Feld sehen, dann ist das Ergebnis auch völlig zweitrangig.

Zurück in die Spur

Der HC-Trainer kann auf seine Stammmannschaft zurückgreifen, nur bei Björn Kreyßig steht wie gewohnt ein berufliches Fragezeichen. So gilt es mit der Hilfe der Sulzbacher Fans, wieder in die Spur zu kommen, denn die Saison ist noch lang, da darf man nicht zu früh den Kopf in den Sand stecken.

HC Sulzbach: Tor: Lotter, Heimpel. Feld: Toni Kreyßig, Björn Kreyßig, Krizek, Marco Forster, Brockstedt, Smolik, Florian Funke, Benjamin Funke, Luber, Kristian Forster, Meta, Termer.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.