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Mit Landtagsabgeordnetem Harald Schwartz (Zweite Reihe rechts) und Landrat Richard Reisinger (Zweite Reihe links) brachte die CSU um Vorsitzenden Dr. Patrick Fröhlich (hinten Mitte) die politischen Ansprechpartner vor Ort für Freistaat und Landkreis mit zu den Besuchen. Unter anderem wurden sie von Erstem Hauptkommissar Klaus Erras (vorn) begrüßt. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
15.01.2015
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Wo der Schuh vor Ort drückt, davon wollte sich eine Delegation der Sulzbach-Rosenberger CSU ein Bild verschaffen. Sie stattete deshalb dem Caritas-Haus St. Barbara am Loderhof, der Polizeiinspektion und dem Roten Kreuz einen Besuch ab.

"Wir wollen damit nicht nur Dank für die wichtige Arbeit sagen, sondern uns vor allem ein Bild machen und Anregungen mitnehmen", so Vorsitzender Dr. Patrick Fröhlich und Fraktionssprecher Dr. Stefan Morgenschweis.

Segensreiches Wirken

Traditionell galt die erste Station dem Caritas-Haus. Heimleiter Wolfgang Rattai und Schwester Oberin Silana standen als Gesprächspartner zur Verfügung. Erfreut zeigten sich die Gäste über die gute Belegung, die Mehreinstellung von Betreuungskräften und die ausgezeichnete Begleitung in der letzten Lebensphase. "Besonders hier zeigt sich das segensreiche Wirken der Ordenskräfte", unterstrich Stadträtin Marga Klameth das Alleinstellungsmerkmal des Hauses.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand das neue bayerische Pflege- und Wohnqualitätsgesetz. Da es im Grunde keine Besitzstandswahrung gebe, seien selbst bei vielen neuen Häusern enorme Baumaßnahmen erforderlich, um die Kriterien zu erfüllen - ohne jegliche staatliche Förderung. "Hier kann das letzte Wort nicht gesprochen sein", forderte 2. Bürgermeister Günter Koller und sagte zu, sich vehement bei Abgeordneten aller Parteien für großzügige Befreiungskriterien einzusetzen.

Hohe Zahl an Einbrüchen

Zum zweiten Teil stießen auch Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz und Landrat Richard Reisinger, mit empfangen vom Leiter der Sulzbach-Rosenberger Polizei, Klaus Erras. "Der Dienstbereich der Inspektion erstreckt sich über eine Fläche von rund 350 Quadratkilometer und umfasst neben der Stadt Sulzbach-Rosenberg die Gemeindebereiche Hahnbach, Gebenbach, Poppenricht, Neukirchen, Etzelwang, Weigendorf, Illschwang und Birgland", erklärte der Erste Polizeihauptkommissar.

"Insgesamt werden von unserer Dienststelle rund 38 000 Menschen betreut. Andere Inspektionen mit solchem Zuschnitt sind personell wesentlich besser ausgestattet. Daher wäre unser wichtigstes Anliegen eine Aufstockung der Kräfte vor Ort. Außerdem würde uns ein Zuschuss zu den Gebäudekosten stark entlasten", unterstrich Erras. Schwartz versprach, das in München darzulegen: "Ich werde die Aspekte beim Innenminister vorbringen und mich für das Anliegen der Sulzbach-Rosenberger Polizei einsetzen", sicherte er zu.

Fallzahlen gesenkt

Zur Sicherheitslage in der Stadt zeichnete Erras ein durchaus positives Bild: "Festzuhalten ist, dass sowohl die Gewaltstraftaten als auch die Zahl der alkoholisierten Jugendlichen zurückgehen." Die Flüchtlinge würden von der Bevölkerung gut aufgenommen und erhielten Unterstützung. Problematisch sei die Zahl an Einbrüchen, die 2014 vermehrt zu verzeichnen gewesen waren. "Durch gezielte Maßnahmen konnten wir jedoch eine Reduzierung der Fallzahlen erreichen", hob der Dienststellenleiter hervor.

JU-Vorsitzender Florian Bart und stellvertretende CSU-Vorsitzende Nicole Selendt erhielten auf ihre Nachfrage zur aufgehobenen Sperrzeit ebenfalls eine positive Rückmeldung: Keine erhöhten Zwischenfälle seien hierdurch zu verzeichnen.

Das Finale bildete die Visite beim Roten Kreuz. Dort empfingen BRK-Bereitschaftsleiter Erwin Gräml, Kreisgeschäftsführer Björn Heinrich sowie Kreisbereitschaftsleiter Dieter Hauenstein die Politiker.

Gute Stimmung

Auch hier berichteten die Verantwortlichen auf Frage von Stadtrat Karl Reyzl trotz stetiger Mehrung der Einsätze von einer guten Situation. "Mittlerweile sind wir mit unseren Gerätschaften gut ausgerüstet, was auch zusätzliche Motivation ist. Der Digitalfunk bereitet uns weder von Funktionalität noch Kosten her Schwierigkeiten, und im Bereich des BRK haben wir mit der Abschaffung des Zivildienstes und der Umstellung auf den Freiwilligendienst keine Probleme", betonten Gräml, Heinrich und Hauenstein.

Als stellvertretender BRK-Kreisvorsitzender unterstrich Reisinger die enge Zusammenarbeit zwischen BRK und Landkreis. "Derzeit sind wir vor allem bei der Flüchtlingshilfe gefordert. Der Winternotfallplan und die Erstversorgung der Flüchtlinge stehen, und auch im Falle eines weiteren Anstiegs der Flüchtlingszahlen sind wir gerüstet", betonte er.
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