Dr. Joachim Roller aus Nürnberg zeigt brillante Technik
Für Freunde erlesener Orgelmusik

Der Organist Dr. Joachim Roller genoss die klanglichen Möglichkeiten der Schmid-Weigle-Orgel. Bild: cog
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
12.02.2015
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Während draußen die Kauflustigen über den Lichtmessmarkt schlenderten, versammelten sich in der Christuskirche Freunde erlesener Orgelmusik. Dr. Joachim Roller aus Nürnberg, der das Konzert gestaltete, ist den Herzogstädtern kein Unbekannter. Nach dem plötzlichen Tod des langjährigen Kirchenmusikdirektors Jürgen-Peter Schindler wirkte er hier von Juli 1997 bis März 1998.

Lyrisches Empfinden

Dr. Roller hatte ein vielseitiges Programm vorbereitet, das einen Einblick in die schier unendlichen Möglichkeiten der großen Schmid-Weig-le-Orgel gab. Bei einer herrlichen Bach-Toccata zeigte er sein tiefes lyrisches Empfinden und seine brillante Technik. Vor allem seine Fußarbeit beeindruckte.

Mit einem flotten Marsch drückte er unbändige Lebenslust aus, und die verspielte "Sortie Es-Dur" von Louis James Alfred Lefébure-Wély zauberte ein Lächeln in die Gesichter der Zuhörer. Tiefe Innigkeit prägte seine Interpretation der "Prière à Notre-Dame" aus Léon Boëllmanns "Suite gothique". Es ist Fasching. Das machte der Musiker mit "Vier Stücken für eine Trompetenuhr" deutlich. Der bisher kaum erforschte Komponist W. A. P. Mozart hat sich für dieses Werk bei seinem entfernten Verwandten, dem großen Wolfgang Amadeus, schamlos bedient und bekannte Motive komisch bearbeitet.

Unanständige Geräusche

Da purzelte ein Stück plötzlich in eine andere Tonart, ein anderes endete mit geradezu unanständigen Geräuschen. Dr. Rollers kunstvolles Spiel machte aus diesem absurden Spaß einen humorvollen Genuss, den das begeisterte Publikum mit fröhlichem Gelächter und kräftigem Applaus honorierte.

Im Gemeindesaal unter der Christuskirche hatte der Kindergarten "An der Allee" seine Kaffeestube vorbereitet. Die durchgefrorenen Marktbesucher konnten sich bei köstlichen Torten und heißem Kaffee aufwärmen. Um ihre Kinder kümmerte sich derweil eine Erzieherin.

Die Mädchen und Buben malten oder bastelten bunte Fangbecher.
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