Durch Projekt Ausbildungsplatz gefunden
Beste Optionen für Zukunft

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
25.09.2014
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Fertig mit der Regelschule und dennoch frustriert, weil sich keine geeignete oder passende Lehrstelle fand. Genau um diese Jugendliche kümmert sich die Projektarbeit Schulpastoral/Soziale Arbeit, die vor jetzt genau zehn Jahren als Pilotprojekt in Bayern startete.

Mittlerweile hat sich diese Sonderform in der pädagogischen Jugendarbeit mehr als etabliert und kann nun ihren zehnten Geburtstag feiern und auf erfreuliche Erfolge zurückblicken: von den über 300 Jugendlichen, die das Projekt am Beruflichen Schulzentrum in Sulzbach-Rosenberg in diesem Zeitraum besuchten, wurden weit über 75 Prozent dauerhaft in ein Ausbildungsverhältnis überführt - die Aushängeschilder aus dieser Zeit haben es über Berufsausbildung und die BOS bis zum Abitur und sogar zum Studium gebracht.

Die Initiatoren waren und sind die ehrenamtlich tätige Sozialpädagogin Bettina Bauer und der Religionspädagoge Wolfi Lorenz, die den jungen Menschen ohne Ausbildungsplatz eine strukturierte und zukunftsorientierte Projektarbeit mit besten Optionen für die eigene Zukunft anbieten. Mit dem Landkreis Amberg-Sulzbach und dem Bezirksjugendring waren unter der Trägerschaft des Jugendfördervereins Megaphon sehr wichtige und zuverlässige Partner gefunden worden.

Großes Netzwerk

Es wurde ein großes und gut funktionierendes Netzwerk von verschiedenen Referenten aus der Oberpfalz und Mittelfranken gewoben, dessen breites Spektrum von Einheiten über "asessement center", über Etikettentraining, kreativen Freizeitalternativen, Medienpädagogik oder der Schuldnerberatung bis hin zu Theaterworkshops oder dem eigenen Werteverständnis reicht.

Zu Beginn eines jeden Jahres stehen natürlich als Module die eigene Persönlichkeit, das eigene Selbstbewusstsein und die Sozialkompetenz im Fokus der Projektarbeit. Im weiteren Verlauf der circa 200 Stunden pro Projektjahr steht die individuelle Zukunft (Ausbildungsplatz) im Vordergrund. Die Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz werden dabei beispielsweise durch Betriebsleiter, Bewerbungstraining und Vorstellungsgespräche geschult.

Über 60 Betriebe

Im Gleichschritt folgt die Vermittlung in geeignete Praktika und nachfolgend die Überführung in Ausbildungsstellen mit über 60 Betrieben in Stadt und Landkreis. Neben den vielfältigen Elementen der Sozialen Arbeit, der Erlebnispädagogik und der Religionspädagogik bietet die Projektleitung auch weitere Hilfen aus den Bereichen der Psychologie (Ressourcenfindung, Ich-Stärkung, Aufarbeiten früherer Erfahrungen in Familie und Schule oder Lebensgestaltung und Lebensführung) an.
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