Echte Inklusion auch umsetzen

Monika Härtl ist seit 25 Jahren Mitglied im Verein "Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung". Dazu gratulierten Vorsitzender Eduard Freisinger (rechts) und sein Stellvertreter Manfred Schießl. Bild: cox
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
14.06.2015
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"Gemeinsames Tun bringt Dinge in Bewegung." Dies bestätigte Vorsitzender Eduard Freisinger den Mitgliedern des Vereins "Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung" bei der Jahresversammlung in den Jura-Werkstätten in Rosenberg. Dazu wurde gleich noch ein Millionenprojekt vorgestellt.

"Unser Verein steht wirtschaftlich auf gesunden Beinen und kann zum Jahresabschluss eine schwarze Null vorweisen", bestätigte der Vorsitzende der Lebenshilfe in seinem Rechenschaftsbericht.

Im Gesamtkostenüberblick 2014 listete er die Löhne mit 19 620 711 Euro auf, die Ausgaben betrugen 12 304 615 Euro. Dem stehen Einnahmen von 31 925 327 Euro gegenüber. "Ein millionenschwerer Haushalt, der sich wohl mit mancher kommunalen Gemeinde messen könnte", meinte Freisinger schmunzelnd. "Bei allen unseren gemeinsamen Bemühungen steht immer die Maxime im Mittelpunkt: Menschen mit Behinderung zu einem erfüllten und möglichst selbstbestimmten Leben zu verhelfen", unterstrich Freisinger nachdrücklich.

Drei Kurzfilme

Die Gäste bekamen nun anhand von drei Kurzfilmen einen guten Einblick in den vielfältigen Ablauf des Alltags im Heilpädagogischen Zentrum sowie den Werk- und Wohnstätten. Schlagworte wie bunt, lebendig, offen, fachkompetent, interdisziplinär, beratend, unterstützend, familienorientiert, mobil, ganztags und Freizeit brachten die vielfältige Arbeit mit behinderten Menschen auf einen Nenner.

Besonders am Herzen lag Freisinger das Thema Inklusion. Die Gesellschaft müsse sich auf dem Weg zu einer echten und tragfähigen Inklusion stark verändern. Dazu gehören nicht nur barrierefreie Städte und Gemeinden. Das Projekt "Wundernetz" sei ein wichtiger Anstoß, der Städte und Gemeinden im Landkreis gleichermaßen anspreche. Menschen mit Behinderung sollen dabei alle Hilfen angeboten werden, die sie während ihres ganzen Lebens brauchen.

Im Laufe des Abends rückten Pläne des Neubaus der Jura-Werkstätten in Amberg in den Fokus der Versammlung. Der Vorsitzende informierte über die einzelnen Teilbereiche Berufsbildung, Förderstätte und ebenerdigem Produktionsbereich samt Lager auf dem 8700 Quadratmeter großen Gelände.

Hier sollen künftig 355 Menschen mit Behinderung arbeiten - und weitere betreut werden. Trotz kräftiger staatlicher Unterstützung muss laut Freisinger ein erheblicher Teil der Kosten von der Lebenshilfe geschultert werden. "Daher ist die Einrichtung auch in Zukunft auf Spenden angewiesen."

Mit der Arbeit zufrieden

Dass die Mitglieder mit der Arbeit ihres Vorstands zufrieden waren, zeigte die einstimmige Entlastung. Nach kurzen Informationen über ein Satzungsänderung betreffs Namen und Sitz der Einrichtung, Aufgabe und Zweck sowie der Gemeinnützigkeit, folgte die Ehrung langjähriger Mitglieder. 25 Jahre gehören dem Verein Monika Härtl, Kurt Gossler und Hans-Ludwig Adam an.
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