Ein Blick auf die Aufgaben und die Entwicklung der VII. Bereitschaftspolizeiabteilung
Größte Polizeidienststelle Bayerns

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
18.07.2015
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Neben ihren knapp 20 000 Einwohnern beheimatet die Herzogstadt Sulzbach-Rosenberg auch die größte Polizeidienststelle Bayerns. Nur etwa zwei Kilometer vom historischen Stadtzentrum entfernt entstand vor 25 Jahren rund um das Biotop Fentschweiher die VII. Bereitschaftspolizeiabteilung.

1200 Beschäftigte

Vom jüngsten Standort der bayerischen Bereitschaftspolizei entwickelte sie die BePo Sulzbach-Rosenberg zur größten Polizeidienststelle Bayerns mit nahezu 1200 Beschäftigten. Aufgrund der idyllischen Lage und der in der Unterkunft vorherrschenden Flora wird die moderne Ausbildungsstätte nicht selten als "schönster Polizeistandort nördlich der Alpen" bezeichnet.

Durch den Bau der VII. Bereitschaftspolizeiabteilung hat die ortsansässige Wirtschaft enorm profitiert. So hat das damalige Landbauamt Amberg, nach der Broschüre zum "Tag der offenen Tür" 1990, insgesamt 480 Aufträge des 200-Millionen-Projekts an Firmen in der Oberpfalz vergeben.

35 Planer und Fachleute aus der Oberpfalz entwarfen Pläne, damit die Gebäude eine ansprechende und zeitlose Architektur bekamen. Durch den Erhalt des Fentschweihers und der Geländecharakteristik wurden bei den Planungen auch Umweltaspekte berücksichtigt. Der auf dem Areal angesiedelte SV Loderhof trat seine Geländeteile ab und zog auf die andere Seite der Staatsstraße um.

Im November 1987 erfolgte der Baubeginn auf dem rund 30 Hektar großen Areal. Im April 1988 begannen die Arbeiten für die Ringstraße und im Juli wurde mit den Rohbauten begonnen. In etwas mehr als zwei Jahren wurden von den Unternehmen die Gebäude hochgezogen.

Zum Richtfest erschien nicht mehr der Weidener Gustl Lang, sondern sein Nachfolger als Innenminister, der spätere Ministerpräsident Edmund Stoiber. In seiner Festansprache betonte dieser die Wichtigkeit der VII. Bereitschaftspolizeiabteilung als Eckpfeiler des Sicherheitskonzeptes der Staatsregierung.

Nicht mehr erleben durfte die Eröffnungsfeier der ehemalige Ministerpräsident Franz Josef Strauß, welcher die Standortentscheidung zugunsten Sulzbach-Rosenbergs maßgeblich beeinflusst haben soll. Ihm zu Ehren nannte die Stadt die Zufahrt zur VII. Bereitschaftspolizeiabteilung "Franz-Josef-Strauß-Straße".

Ableger in Nabburg

Eine weitere Besonderheit der VII. Bereitschaftspolizeiabteilung stellt die Außenstelle in Nabburg dar. Nachdem eine Einsatzabteilung des damaligen Bundesgrenzschutzes aufgelöst wurde, siedelte der Freistaat Bayern am Fichtenbühl einen Ableger des Standortes Sulzbach-Rosenberg an. 1998 nahmen dort 60 Beschäftigte ihren Dienst auf. Mittlerweile sind die ursprünglichen Planungen weit übertroffen und die Außenstelle mit ihren ca. 450 Beschäftigten hat sich zu einer fast eigenständigen Abteilung entwickelt.

Während ihrer Ausbildung leben und arbeiten über 800 angehende Polizisten in den Standorten. Dies stellt natürlich auch einen Wirtschaftsfaktor dar, da die Beamten in Ausbildung Einrichtungen und Geschäfte in der Umgebung besuchen und nutzen wie etwa Supermärkte, Lokale, Freibäder und Kinos.

Aber nicht nur die ortsansässigen Auszubildenden kennen die Herzogstadt. Alle angehenden Polizisten aus ganz Bayern trainieren seit 2005 am und im europaweit einzigartigen Fahrsimulator der Sulzbach-Rosenberger Bereitschaftspolizei.

Zentrale Kfz-Werkstatt

Neben dem Bereich der Ausbildung nimmt die VII. Bereitschaftspolizeiabteilung auch vielfältige Serviceaufgaben wahr. Jeder bayerische Dienstanfänger wird in Sulzbach-Rosenberg eingekleidet. Alle Polizei- und Justizwaffen aus den Regierungsbezirken Oberpfalz, Niederbayern und Oberfranken werden in der Zentralen Waffenwerkstatt regelmäßigen Sicherheitsprüfungen unterzogen.

Die Zentrale Kfz-Werkstatt repariert, wartet und lackiert Polizeifahrzeuge aller Art und im zugehörigen Ausbauzentrum Nord werden Dienstfahrzeuge zu individuellen Sonder- und Spezialfahrzeugen umgebaut.
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