"Ein Geschenk an die Stadt!"

Zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Weihnachtsmarktes sind Kurt von Klenck und Yvonne Rösel von Pro Su-Ro. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
04.12.2014
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Die Gebrauchsanweisung zum Weihnachtsmarkt ist klar: Erst in der Innenstadt einkaufen, dann zu Glühwein, Bratwurst, Tombola und Musik auf den Luitpoldplatz. "Das wäre der Idealfall!", schwärmt der Vorsitzende von Pro Su-Ro. Doch hinter den Kulissen wächst ein Wunsch.

"Wir sind zufrieden", signalisierten Pro Su-Ro-Vorsitzender Kurt von Klenck und Geschäftsführerin Yvonne Rösel: Der 21. Weihnachtsmarkt läuft gut, die Budenbetreiber sind zufrieden. Die Belegung habe sich gegenüber 2013 sogar leicht verbessert. Auch für die Tombola-Preise habe die Geschäftswelt wieder ordentlich in die Tasche gegriffen.

Wettbewerb verschoben

Allerdings wiesen beide im Gespräch mit der SRZ auf einen Umstand hin, der diese Luitpoldplatz-Tradition gefährden könnte: "Während Pro Su-Ro sich privat alleine finanziell sehr engagiert beim Weihnachtsmarkt, gibt es für andere Veranstalter sprich Vereine oder ähnliche Organisationen große Hilfen durch die Stadt." Das verschiebe ein bisschen die Wettbewerbssituation. Nicht nur beim Auf- und Abbau treffe dies zu, auch bei den Rahmenbedingungen: "Während etwa in Rosenberg zwei bis drei Tage alles abgeriegelt wird, müssen wir für zehn Meter Bergstraßen-Sperrung schon erhebliche Gebühren berappen. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen!" Die Konkurrenz durch andere Adventsmärkte in Stadt und Land sei allerdings schon spürbar, es gebe keine Synergie-Effekte. Klenck äußerte sich auch zu dem in der jüngsten SRZ-Umfrage aufgetauchten Wunsch, den Markt im idyllischen Schlosshof abzuhalten: "Das Staatliche Bauamt wäre dazu schon bereit, nur will diese Behörde ausschließlich mit einer anderen Behörde verhandeln, also mit der Stadt. Und die Stadt hat keinen eigenen Weihnachtsmarkt!" Es gehe dabei um Haftungsfragen und ähnliches.

Privat finanziert

Rund 8000 Euro gebe Pro Su-Ro inzwischen für den Markt aus - dieser Betrag sei ausschließlich privat aufgebracht von der Geschäftswelt. Alleine die Gema-Kosten hätten sich fast verdreifacht, erinnert Organisatorin Yvonne Rösel, die auch das umfangreiche Kulturprogramm betreut.

Ein bisschen Unterstützung von der Kommune habe man sich allerdings schon erhofft bei der vielen Arbeit in den letzten 21 Jahren. "Der Weihnachtsmarkt soll ja ein Geschenk für die Stadt sein", resümiert der Vorsitzende.
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