Ein Ort für Flüchtlinge

Der Leiter des Gebäudemanagements im Landkreis Amberg-Sulzbach, Hubert Saradeth, verantwortlich für den Umbau, informierte die Mitglieder der CSU-Kreistagsfraktion über die Arbeiten in der Adalbert-Stifter-Straße in Amberg. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
31.10.2015
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Die Bundesregierung verdoppelte in den vergangenen Wochen ihre Prognose der zu erwartenden Asylbewerber in diesem Jahr auf 800 000 Menschen. Keiner weiß, ob diese Zahlen in den nächsten Monaten nicht schon wieder überholt sind. Die Mitglieder der CSU-Kreistagsfraktion besichtigten jetzt die Erstaufnahmeeinrichtung in Amberg.

Laut einer Presseinfo sehen sich die örtlichen CSU-Vertreter in der politischen Verantwortung, denn diese aktuelle Thematik beherrscht auch die Politik im Landkreis Amberg-Sulzbach. Die Kreistagsmitglieder informierten sich über die Baumaßnahmen in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in der Adalbert-Stifter-Straße in Amberg.

In Rohbau versetzt

Der Landkreis Amberg-Sulzbach ist für die erforderlichen Umbauarbeiten verantwortlich und vermietet das Gebäude an die Regierung der Oberpfalz, welche die Erstaufnahmeeinrichtung betreibt. Landrat Richard Reisinger habe frühzeitig mit der Landkreisverwaltung Initiativen ergriffen, damit die zugewiesenen Flüchtlinge Schutz und Unterkünfte erhalten, so die Pressemitteilung. Vor kurzem informierte der Leiter des Gebäudemanagements im Landkreis Amberg-Sulzbach, Hubert Saradeth, der für den Umbau verantwortlich ist, das CSU-Gremium über die laufenden Arbeiten. Der Sprecher der CSU-Kreistagsfraktion, Bürgermeister Stefan Braun (Kastl), informierte seine Kollegen, dass als Einzugstermin bereits der 1. November geplant ist.

Saradeth schilderte, dass einige der betroffenen Gebäudeabschnitte teils bis in den Rohbauzustand zurückversetzt wurden. Von den kalkulierten Kosten von 600 000 Euro wird ein Großteil dem Brandschutz, aber auch der neu verlegten Elektroinstallation zugerechnet. Sechs Dusch- und WC-Container werden die sanitären Anlagen ergänzen. Zusätzlich benötigt man neben den Schlafräumen mit Stockbetten auch Untersuchungszimmer für die Ärzte und Lagerräume.

Die asylsuchenden Personen werden nach der Ankunft medizinisch untersucht und datenmäßig erfasst. Innerhalb von zwei bis vier Wochen werden sie auf geeignete Quartiere in Bayern oder andere Bundesländer verteilt. 40 Prozent der zu erwartenden Asylsuchenden werden "dem Kontingent", das die Stadt Amberg aufnehmen soll zugerechnet, 60 Prozent dem Landkreis.

Anhand von Plänen schilderte Saradeth auch die geplanten Umbauten an den leerstehenden Bauhallen in der Berufsschule Sulzbach-Rosenberg. Hier sollen bis Freitag, 18. Dezember, die Arbeiten beendet sein. Dann können die derzeit in der Turnhalle der Walter-Höllerer-Realschule untergebrachten Asylbewerber umsiedeln. Damit kann die Turnhalle nach den Weihnachtsferien wieder für den Schul- und Vereinssport genutzt werden. Die Kosten, die hauptsächlich für Brandschutz- und Elektroinstallationen anfallen, betragen rund 250 000 Euro und werden von der Regierung der Oberpfalz geschultert.

"Zustrom begrenzen"

Die CSU-Kreistagsfraktion ist sich einig, dass ihre Verantwortung nicht nur den Flüchtlingen gilt, sondern auch den hier lebenden Menschen.

"Die Welle des Zustromes von Asylbewerbern muss so begrenzt werden, dass die Aufnahme- und Integrationsfähigkeit Bayerns nicht überschritten wird. Nur dann wird sich die Bevölkerung weiterhin vorbildlich solidarisch erklären und Hilfe anbieten", geht aus der Presseinformation hervor.
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