Ein rätselhafter Wurm

Auch zupackende Gegenspieler schrecken Jiri Smolik (rechts) normalerweise nicht. Der Rückraumspieler ist mit 96 Treffern bester Torschütze des HC Sulzbach und viertbester der Bayernliga. Auch er ist im Heimspiel gegen den TSV Lohr gefordert. Nach der 19:31-Schlappe in Landshut wollen die Verantwortlichen nicht noch einmal einen derart leblosen Auftritt der Mannschaft sehen. Bild: Ziegler
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
23.01.2015
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Nach der Pleite in Landshut nimmt Sulzbachs Trainer Pavel Krizek seine Mannschaft in die Pflicht und fordert in den nächsten zwei Spielen zwei Siege. In der Heimpartie gegen den TSV Lohr geht es aber um mehr als die zwei Punkte.

Für Vorsitzenden Christian Weiß ist das Duell in der Handball-Bayernliga am Samstag, 24. Januar, um 18.30 Uhr in der Krötenseehalle gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf auch ein Charaktertest: "Wichtig ist die Reaktion der Spieler auf die deftige Niederlage in Landshut." Trainer Pavel Krizek wird seine Mannschaft vor allem moralisch auf die Partie einstellen: "Gegen Lohr und eine Woche später in Ismaning muss gewonnen werden, sonst wird es wieder so eine nervige Rückrunde wie letztes Jahr - und das wollen wir diesmal vermeiden."

Knapp am Aufstieg vorbei

Schwer genug wird die Aufgabe sowieso, denn warum die Unterfranken schon das zweite Jahr akut gegen den Abstieg kämpfen müssen, versteht in der Liga kaum jemand. Jahrelang galten die Handballer aus dem Spessart als potenzieller Aufstiegskandidat und verpassten die Meisterschaft oft nur um Haaresbreite. Doch seit vergangener Saison ist der Wurm drin. Natürlich hatten die Gäste einige prominente Abgänge zu verkraften, doch die verbliebenen Spieler, allen voran die Rückraumschützen Bardina, Zeleny, Gremzde und Spielmacher Stefan Meyer von der HC Erlangen sollten eigentlich Garanten für das obere Tabellendrittel sein.

Doch irgendetwas passt nicht bei den Lohrern. Viel zu viele Partien wurden durch dumme Fehler noch verschenkt, wie auch beim 26:26-Unentschieden im Hinspiel gegen den HCS. Nur zwei Siege und zwei Unentschieden im bisherigen Verlauf sind dann eben zu wenig für einen Verein, der immer mit einem Auge auf die 3. Liga schielt. Doch erst einmal müssen die Lohrer ihre Hausaufgaben im Abstiegskampf machen. Vergangene Woche gegen die starken Waldbüttelbrunner war davon bei der 18:25-Heimniederlage noch nichts zu sehen. So ist die Partie bei den Herzogstädtern für die Gäste fast schon überlebenswichtig.

Bis zum Hals steht dem HC Sulzbach das Wasser zwar noch nicht, aber die Partie in Landshut hat gezeigt, dass die Herzogstädter noch lange nicht aus dem Schneider sind. Mit der Einstellung von vergangener Woche, besonders in der Abwehr, gewinnt man definitiv kein Spiel in der Bayernliga.

Kampf ist Trumpf

Die Mannschaft musste erkennen, dass rein spielerische Mittel noch lange nicht ausreichen. Nur über den Kampf geht etwas - und das müssen die Jungs am Samstag von der ersten Minute an zeigen. Die Pleite in Niederbayern haben ja nur einige Edelfans gesehen. Am Samstag wird die Krötenseehalle wieder gut gefüllt sein und da kann man sich so ein lebloses Spiel nicht erlauben. Der Trainer hofft auf seinen kompletten Kader, denn jeder hat ja so einiges gutzumachen.

HC Sulzbach: Tor: Lotter, Heimpel. Feld: Björn Kreyßig, Toni Kreyßig, Krizek, Laugner, Marco Forster, Smolik, Florian Funke, Luber, Benjamin Funke, Klee, Kristian Forster, Brockstedt.
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