Ein Sparschwein namens AOVE

Damit können über eine Million Liter Heizöl pro Jahr eingespart werden.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
21.08.2015
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Mit diesem Mitarbeiter lässt sich kräftig sparen. Darum darf Markus Schwaiger weitermachen. Der Klimaschutzmanager der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach (AOVE) kann einige Erfolge vorweisen. Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED hat den Kommunen finanziell am meisten gebracht.

(kan) Es gibt neun AOVE-Kommunen: Edelsfeld, Freihung, Freudenberg, Gebenbach, Hahnbach, Hirschau, Poppenricht, Schnaittenbach und Vilseck. Sieben von ihnen - nur Edelsfeld und Vilseck aus nachvollziehbaren Gründen nicht - haben mit Fördermitteln des Bundesumweltministeriums einen Teil ihrer Straßenbeleuchtung auf die LED-Technik umgerüstet. Insgesamt waren es 1853 Lampen.

Wie 58 Heißluftballons

Dies bringt nach AOVE-Angaben eine jährliche Energieeinsparung von nahezu 555 000 Kilowattstunden und eine Reduzierung von knapp 341 Tonnen Kohlendioxid. Mit dieser Menge, zeichnet Markus Schwaiger ein anschauliches Bild, könnten etwa 58 Heißluftballons mit einem Volumen von jeweils 3000 Kubikmetern befüllt werden.

"70 Prozent von dem, was wir im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes erledigen wollten, haben wir geschafft", unterstreichen Hahnbachs Bürgermeister Bernhard Lindner in seiner Funktion als Sprecher der AOVE, deren Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer und Markus Schwaiger.

Der 33-Jährige, der aus Fensterbach stammt und seinen Umwelttechnik-Ingenieur an der Hochschule Amberg-Weiden gemacht hat, darf zwei weitere Jahre den Klimaschutz bei der Arbeitsgemeinschaft organisieren. Vor über drei Jahren hat er damit begonnen, jetzt kann er bleiben, weil die AOVE dafür eine Anschlussförderung bekommt. Hergeben wolle man Markus Schwaiger eigentlich überhaupt nicht mehr, betonen sowohl Lindner als auch Lobenhofer, sie möchten ihn später weiterbeschäftigen, zur Not auch ohne staatliches Geld.

Schwaiger hat es nach eigenen Worten mit einem großen Spektrum zu tun, das es zu bearbeiten gilt. Längst weiß er: "Die Netzwerke sind wahnsinnig wichtig." Über die verfüge er inzwischen. Eine große Rolle spielt hier auch die Zusammenarbeit mit anderen Klimaschutzmanagern.

Großer Pumpenaustausch

Zusammen mit seinem Sulzbach-Rosenberger Kollegen Vincent Clarke hatte Schwaiger noch eine sehr erfolgreiche Aktion ins Leben gerufen: den Austausch von alten Heizungspumpen, die wahre Stromfresser sind. Innerhalb von sechs Monaten wurden 531 neue Pumpen angeschafft. Die berechnete Gesamteinsparung: über 128 000 kWh im Jahr. "Damit bleibt zusätzlich eine jährliche Gesamtsumme von circa 38 572 Euro in den Geldbeuteln der Gebäudebesitzer", verdeutlichte Schwaiger, der darauf hinwies, dass auch die regionalen Handwerksbetriebe von der Aktion profitiert hätten.

Eine echte Hausnummer

Stolz sind Lindner, Lobenhofer und Schwaiger auf den Bau und die Erweiterung der Fernwärmenetze der AOVE Bürgerenergie und der AOVE Bioenergie. "Damit können über eine Million Liter Heizöl pro Jahr eingespart werden", umreißt Lobenhofer den Effekt. "Eine echte Hausnummer", hebt Bürgermeister Bernhard Lindner hervor.
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