Ein Traum-Ergebnis

18 Damen absolvierten erfolgreich den Teilzeitstudiengang und beendeten ihn mit der Prüfung zur Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung. Bürgermeister Martin Preuß (links) und Behördenleiter Willibald Götz (rechts) gratulierten. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
28.05.2015
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Das war schon ein ganz besonderes Semester. Der aktuelle Abschlussjahrgang der Hauswirtschaftsschule legte die Prüfungen nicht nur im 100. Jahr des Bestehens ab. Die 18 Damen erreichten sogar insgesamt einen Traum-Notendurchschnitt von 1,5.

Tanja Breitkopf aus Ebermannsdorf absolvierte ihre Abschlussprüfungen mit der Traumnote 1,0. Vier Kolleginnen hatten 1,11: Christine Albertin aus Hohenburg, Irmgard Birner aus Sitzambuch, Simone Edl aus Kempfendorf und Birgit Rauch aus Pfreimd. Da strahlten auch die Lehrkräfte mit Willibald Götz, Leiter des Landwirtschaftsamtes, und Schulleiterin Ursula Eckl. Götz betonte seine Hochachtung für die Leistungen der Absolventinnen, die seit 24. September 2013 viel Herzblut und Zeit für diese Zusatzausbildung mit mehr als 660 Unterrichtsstunden investiert hatten. Mit Birgit Forster-Rösel, Elfriede Amann, Maria Hupfer und Jutta Forster sowie den Landwirtschaftsdirektoren Peter Hetzenecker und Josef Schmidt waren auch Kräfte des Amts eingebunden.

Heimat-Serie "Unser Land"

Schulleiterin Eckl erläuterte den Studiengang, den die Damen mit unterschiedlichen Berufen absolviert haben. Ziele seien bessere Organisation der Arbeit im Privathaushalt und die vielfältigen Grundlagen der vielschichtigen Hausarbeit zu vermitteln. Themen waren Haushalts- und Finanzmanagement, Ernährungslehre und Küchenpraxis, Berufs- und Arbeitspädagogik, Unternehmensführung oder auch Hausgartenbau, wobei immer die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Schule das Anliegen war. Die Absolventinnen überzeugten mit einer aufwendigen Fernsehsendung "Unser Land", wobei sie an die Lehrmethoden der Ausbilder mit viel Humor erinnerten. "Auf diese Schule sind wir sehr stolz", betonte Bürgermeister und Kreisrat Dieter Dehling im Namen von Landrat Richard Reisinger. Ambergs Bürgermeister Martin Preuß bewunderte den Leistungswillen der Absolventinnen. Hauswirtschafts-Direktorin Hedwig Jacobey aus Weiden-Almesbach bezeichnete die Ausbildung als "Erfolgsmodell" und Kreisbäuerin Brigitte Trummer hob die Alltagskompetenzen der Damen heraus.

"Gute Botschafterinnen"

VlF-Vorsitzende Angela Siegert nahm die Damen in den Fachverband auf und sicherte die weitere Förderung zu, auch wenn die "Meisterin" angestrebt wird. Die gesellschaftliche Bedeutung der Hauswirtschaft unterstrich Festrednerin Theresia Nüßlein, Ökotrophologin und Hauswirtschaftsmeisterin. "Es wächst eine Generation Menschen heran, die nicht mehr gelernt hat, sich selbst zu ernähren", machte Nüßlein deutlich. Sie appellierte, saisonale Lebensmittel aus der Region zu bevorzugen. Nachhaltige Ernährung sei auch, wenn der Speiseplan mehr pflanzliche als tierische Lebensmittel enthalte. Sie kritisierte, dass in Deutschland ein Drittel der Lebensmittel im Müll lande. Das sei moralisch und energetisch nicht akzeptabel. Mit 95 Prozent sei der Anteil der Frauen in hauswirtschaftlichen Berufen sehr hoch. Doch das Ansehen und die Bezahlung entspreche nicht der gesellschaftlichen Bedeutung. Nüßlein appellierte, Stellen mit Fachkräften und nicht mit un- oder angelernten Kräften zu besetzen. "Sie sind gute Botschafterinnen für die Hauswirtschaft", sagte sie.

Die Reden wurden aufgelockert mit dem MRG-Quartett Magdalena Urban, Franziska Rosemann, Julia Graf und Daniel Galperin unter der Leitung von Maria-Anna Feldmeier-Zeidler. (Im Blickpunkt)
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