Einblicke für Studentinnen im Fraunhofer-Institut - Gleichstellung als Beispiel
Frauen-Power in Wissenschaft

Eine Praktikantin stellt den elektrothermischen Test vor. Dabei kann man auf der Oberfläche kleine Partikelchen erkennen. Bild: aja
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
04.03.2015
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Mädels ins Labor? - Na klar, warum nicht! Heutzutage wird durch den "Girls Day" und andere Veranstaltungen versucht, junge Frauen für MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu begeistern.

Um Studentinnen ab dem vierten Semester, die solche Fachrichtungen studieren, für eine Forschungsstelle zu ermuntern, gibt es den Fraunhofer-Wissenschaftscampus in der Metropolregion Nürnberg. Auch der Institutsteil von "Umsicht" Sulzbach-Rosenberg erhielt Besuch von 30 jungen Mädchen. Sie bekamen Einblick in die anwendungsorientierte Forschungsarbeit, hörten spannende Vorträge und informierten sich über die Arbeit der Fraunhofer-Mitarbeiter. Diplom-Ingenieurin Inge Meyer referierte zum Thema "Karriere und Arbeiten als Frau." Sie ging auf die Chancengleichheit ein. Frauen werden beim Fraunhofer-Institut selbstverständlich genauso bezahlt wie Männer.

Das Ziel, die Frauenquote merklich zu verbessern, soll 2017 erreicht werden. "Es wird einen Aufwuchs um 872 Wissenschaftlerinnen über alle Ebenen hinweg geben", kündigte Meyer an. Zudem habe Fraunhofer Gleichstellungsbeauftragte sowie Beauftragte für Chancengleichheit. Ihre Hauptaufgaben sind auch Schutz vor sexuellen Übergriffen und Vereinbarung von Familie und Beruf.

Spielen und Arbeiten

"Seit kurzem gibt es auch ein Mutter-Kind-Büro. Wenn jemand kurzfristig sein Kind mit in die Arbeit nehmen muss, kann es darin spielen", erklärte Meyer. Glücklich schätzen dürfen sich Eltern auch über den "pme-Familienservice". Dieser betreut Kinder, wenn die Mütter auf Forschungsreise sind. Fraunhofer setzt außerdem auf flexible Arbeitszeiten und Telearbeit sprich Home Office. Auch Auszeit oder Auslandsaufenthalt sind durchs Programm "Sabbaticals" möglich.

Besonders junge Frauen, die ihre Dissertation beim Institut schreiben wollen, können sich für das Förderungsprojekt "Talenta start" bewerben und so Fördergelder beziehen. Im Anschluss durften die 30 wissbegierigen Besucher die Hallen für praktische Anwendungen besichtigen. Zu sehen gab es elektrothermische Tests.Die gebildeten Partikelteilchen wurden anschließend mit dem Mikroskop ausgewertet. Wie das thermische Spritzen funktioniert, wurde den Studentinnen ebenfalls erklärt- und das ziemlich laut, nämlich mit 160 Dezibel.
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