Eine Million Kubikmeter Qualität

Die Wasserwarte der Gemeinden im Landkreis informierten sich unter anderem bei Roland Kraus und Johann Höllriegl (hintere Reihe, Zweiter und Dritter von links). Bürgermeister Michael Göth (links) hieß die "Wassermänner" willkommen. Bild: Bleisteiner
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
15.12.2014
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Wasser ist ein Grundnahrungsmittel und muss im Interesse der Menschen geschützt werden. Wie dies in der Praxis umgesetzt werden kann, machten bei einer Fachtagung ausführliche Diskussionen deutlich.

Vorträge und Erfahrungsaustausch prägten den 3. Tag der Wasserwerksnachbarschaft Amberg-Sulzbach im Rathaussaal. Das alljährliche Treffen wird jeweils in einer anderen Gemeinde des Landkreises abgehalten. Eine Besichtigung des Wasserwerks am Haselgraben rundete die Veranstaltung ab.

Versuch gescheitert

"Nach der Telekommunikation und der Energieversorgung sollte gemäß EU auch der Trinkwassermarkt den Kommunen entzogen und privatisiert werden", sagte 1. Bürgermeister Michael Göth beim Willkommensgruß. Durch den Einsatz vieler gesellschaftlicher Gruppen und der Städte- und Gemeindetage konnte dies verhindert werden. Denn, wäre diese sogenannte Liberalisierung gelungen, wären die Städte und Gemeinden nicht mehr in der Lage gewesen, die gesetzliche Verpflichtung einzuhalten, die Daseinsvorsorge für die Bevölkerung zu sichern.

Aus den vier Brunnen im Haselgraben und in Breitenbrunn werden rund eine Million Kubikmeter Wasser pro Jahr entnommen, informierte der Werkleiter der Stadtwerke Sulzbach-Rosenberg, Roland Kraus. Somit könne eine ausreichende Wasserversorgung für etwa 5000 Haushalte garantiert werden. Die dazu benötigten Leitungen umfassen eine Strecke von rund 211 Kilometer. Probleme bereite hingegen der Karst, der eine schnelle Fließgeschwindigkeit und wenig Bodenüberdeckung aufweise sowie große Schutzgebiete notwendig mache. Um Unfälle zu vermeiden, sollten bei der Begehung von Schächten, Vorschriften beachtet werden. Dazu gehören die persönliche Schutzbekleidung und der Einsatz von Messgeräten, erläuterte der Leiter der Wasserwerksnachbarschaft Amberg-Sulzbach, Johann Höllriegel, der bei den Stadtwerken Amberg tätig ist.

Proben und Prüfung

Wie oft Wasserproben entnommen und welche Kriterien bei der Aufstellung von Entnahmeplänen beachtet werden sollten, gab Michael Dobler vom Gesundheitsamt den Wasserwarten mit auf den Weg.

Je öfter Leitungen überprüft würden, desto geringer sei die Gefahr, dass Wasser vom Brunnen bis zum Abnehmer verloren gehe, urteilte der Vertreter der Firma Hamann Wassertechnik, der sich mit Löschwasser-Leistungstests befasste.

Die Verbindungstechnik für PE-Versorgungsleitungen im Erdreich stellte Günter Stumpf von der Firma Viega vor. Zum Abschluss überzeugten sich die Teilnehmer bei einer Besichtigung vom einwandfreien technischen Zustand der Filtrationsanlage Haselgraben. (Angemerkt)
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