Einsatzbefehl am Feiertag

Der Aufbau von Wohncontainern gehörte ebenfalls zu den Arbeiten der THW-Helfer aus Sulzbach-Rosenberg.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
12.10.2015
20
0

Wo andere argwöhnisch sind und kritisieren, zeigen sie höchstes Engagement: Drei Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) aus der Herzogstadt waren jetzt eine Woche lang in Straubing im ehrenamtlichen Einsatz in der Flüchtlingshilfe. Für das THW werden diese Anstrengungen insgesamt bald einen neuen Rekord bedeuten.

"Mehr als 9400 ehrenamtliche Helfer des Technischen Hilfswerkes waren seit Anfang 2014 im Einsatz, um Flüchtlingsunterkünfte aufzubauen, logistische und technische Hilfe zu leisten sowie in Stäben zu unterstützen", berichtet Ortsbeauftragter Markus Meiller im SRZ-Gespräch. Gerade in den vergangenen Wochen seien die Kräfte bundesweit im Dauereinsatz.

Wie der THW-Vertreter weiter ausführt, sei Bayern nach wie vor einer der Schwerpunkte. In Feldkirchen und Erding bauten die Helfer die beiden Wartezentren stetig aus und weiter auf. Hinzu käme landesweite Unterstützung für Städte, Gemeinden, Behörden und Hilfsorganisationen.

Schwierige Suche

Am Samstag, 3. Oktober, sei gegen 9.30 Uhr der Einsatzbefehl für die Sulzbach-Rosenberger gekommen. Benötigt wurden zwar nur drei Aktive, aber die Tatsache, dass die Alarmierung an einem Samstag und noch dazu an einem Feiertag abgesetzt wurde, machte die Suche schwierig. Vor allem als es darum ging, Vorgesetzte oder Arbeitgeber zu erreichen, um nach einer Freistellung hierfür zu fragen.

"Dennoch erklärten sich mit Alexander Koch, Wolfgang Müllhofer und Marcus Keller drei Männer bereit, ab Montagmorgen für eine Woche den Kräften in Straubing -Feldkirchen unter die Arme zu greifen.

Wie Meiller weiter berichtete, betrafen die Aufgaben der Kräfte den allgemeinen Betriebsablauf. Sie halfen bei Transporten sowohl auf dem Gelände, als auch für Materiallieferungen von oder zu anderen Unterkünften. Beschäftigt waren sie auch mit Aufbau, Instandsetzung und Erweiterung der Flüchtlingsunterkünfte. Sie befestigten Anti-Rutsch-Matten auf provisorischen Treppen oder langten bei Elektro- und Sanitärinstallationen mit zu. "Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns bei den Helfer-Familien bedanken, die für diese Arbeit Verständnis zeigen. Ein großer Dank gilt auch den Arbeitgebern Bayernland eG, Amberg, Prägefolien-Kurz und Fackelmann Hersbruck für die kurzfristige Freistellung der Helfer", unterstreicht der Ortsbeauftragte.

Fast 10.000 Helfer

Seit Januar 2014 beteiligten sich rund 9400 THW-ler aus über 450 Ortsverbänden an der Flüchtlingshilfe. Zum Vergleich: Während des Hochwassers 2013 waren rund 16 000 THW-Angehörige gefordert. Somit entwickelt sich die Flüchtlingshilfe zunehmend zum größten Einsatz in der Geschichte des Technischen Hilfswerks, informiert Meiller.
Weitere Beiträge zu den Themen: Hochwasser (3437)Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.