Einzigartige Sulzbacherin

Mitglieder des Stiber-Fähnleins brachten sich mit kleinen Szenen in die Erzählung von Tanja Weiß ein, mit Reigentanz, mittelalterlicher Dudelsackmusik und dem Auftritt von zwei Rittern, die das Paternoster für die als dritte Tochter von Graf Berengar I. geborene Bertha beten. Bilder: Huber (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.12.2015
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Sie war die einzige Deutsche auf dem byzantinischen Kaiserthron: Bertha von Sulzbach. Ihr war der Auftakt zur klösterlichen Weihnacht am Freitagabend gewidmet. Und die Akteure legten sich dafür mächtig ins Zeug.

Stolz darauf, dass eine Grafentocher aus Sulzbach im Jahr 1142 nach Konstantinopel gekommen war und den byzantinischen Kaiser Manuel I. geheiratet hatte, zeigte sich Sulzbach-Rosenbergs Alt-Bürgermeister Gerd Geismann. Doch für den feierlichen Auftakt der 20. klösterlichen Weihnacht war er in die Rolle des Bürgermeisters Löhneys (1460 bis 1521) geschlüpft. Er führte aus, welch bedeutende Rolle der Sulzbacher Graf Berengar I. und Vater von Bertha, die später Kaiserin Irene (Eirene) wurde, einst im Nordgau, ja sogar im gesamten Reich gespielt hatte. Eine von Berengar Töchtern, Gertrud, war an der Seite von Konrad III. deutsche Königin und saß somit auf dem weströmischen Thron. Ihre Schwester Bertha stand als byzantinische Kaiserin an der Spitze des oströmischen Reiches. "Das ist einmalig in der Geschichte", erläuterte Gerd Geismann.

Das Leben von Bertha von Sulzbach zeichneten das Stiber-Fähnlein und Märchenerzählerin Tanja Weiß nach - mit einer Mischung aus Wahrheit und freier Interpretation, mittelalterlicher Musik, Reigentanz und Auftritt der Ritter. "Bemerkenswert, hochinteressant und künstlerisch hervorragend", beurteilte Wolfgang Sander, Organisator der klösterlichen Weihnacht, die Aufführung. Das Publikum sah es genauso - und belohnte die Mitwirkenden mit einem kräftigen Applaus. (Im Blickpunkt)
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