Endlich ein Mitbringsel

Der Sulzbacher Rechtsaußen Marco Forster (rechts) war zu Beginn Alleinunterhalter im Sulzbacher Spiel. Erst nach einer Auszeit von Trainer Pavel Krizek wachte der Rest der Mannschaft auf. Archivbild: Ziegler
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
25.11.2014
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Es geht also doch: Ausgerechnet bei der hoch gehandelten Bundesligareserve der DJK Rimpar gelingt dem HC Sulzbach der erste Auswärtssieg in der Handball-Bayernliga. Der kann im Abstiegskampf noch richtig wichtig werden.

Ein Spiel für Handball-Ästheten war der 23:20-Erfolg der Gäste nicht. Besonders die Rimparer Fans erkannten ihre Mannschaft nicht wieder. Den Sulzbachern war dies egal, sie nutzten die Gunst der Stunde und ließen sich auch vom forschen Start der Gastgeber (9:6) nicht beeindrucken.

War zu Beginn wieder einmal Rechtsaußen Marco Forster Alleinunterhalter, wachte der Rest des Teams, nach einer Auszeit von Trainer Krizek auch endlich auf. Nun kam mehr Druck von der Rückraumachse Jiri Smolik und Toni Kreyßig - und hinten erinnerte sich Daniel Heimpel an seine Galavorstellung im Tor aus dem Anzing-Spiel. Überhaupt war die Abwehr der Schlüssel zum Erfolg. Immer besser integriert sich der junge Linus Brockstedt, der seinen großen Auftritt aber später noch hatte.

So machten die Herzogstädter aus dem 6:9-Rückstand eine 13:9-Führung, da wurde richtig gut Handball gespielt. Nach der Pause erinnerte sich auch die Rimparer Reserve daran, dass man beim Handball Tore werfen sollte. Beim 17:16 waren plötzlich wieder die Gastgeber in Führung, weil sich die Sulzbacher zu sehr auf die Verwaltung des Ergebnisses konzentrierten und zu wenig Eigeninitiative entwickelten. Der Trainer reagierte und brachte mit Daniel Luber wieder mehr Spielkultur in die Rückraummitte. Die entscheidende Geschichte schrieben aber zwei andere Protagonisten: Torhüter Daniel Heimpel lief nach zeitweise nur irdischer Leistung wieder zu Hochform auf und hielt einen wichtigen Strafwurf sowie einige "Unhaltbare". Neuzugang Brockstedt krönte seine starke Leistung mit zwei schnellen Gegenstößen in der heißesten Phase der Partie. Nach dem 20:22 ergaben sich die Gastgeber, bei denen nur der Halblinke Mike Wagenbrenner annähernd Normalform erreichte, ihrem Schicksal.

Sulzbach verbesserte sich auf Rang neun und legte drei Punkte zwischen sich und den ersten möglichen Abstiegsplatz. Der Sieg bei den Unterfranken könnte so noch Gold wert sein, denn als nächstes kommen die starken Unterhachinger, danach geht es zum Topfavoriten Auerbach.

HC Sulzbach: Tor: Lotter, Heimpel. Feld: Marco Forster (7), Smolik (7/1), Toni Kreyßig (3), Björn Kreyßig (3), Brockstedt (2), Klee (1), Luber, Funke, Laugner, Krizek, Kristian Forster.
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