Endlich Ergebnisse sehen

Sie wollen aus der Stadtverwaltung Ergebnisse sehen: 3. Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein (rechts), Stadtrat Karl-Heinz Kreiner (links), Kreisrat Dr. Martin Pöllath (Dritter von links), FDP-Kreisvorsitzender Moritz Pöllath (Vierter von links) und die Mitglieder des gemeinsamen Wahlvorschlags. Bild: gac
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
11.05.2015
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"Wir sind nicht so naiv zu glauben, dass Sulzbach-Rosenberg fast 55 Millionen Euro Schulden in drei oder vier Jahren abbauen kann. Aber langfristig muss die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt wiederhergestellt werden!" Klare Worte von 3. Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein bei der Arbeitssitzung der FDP/FWS-Stadtratsfraktion.

Die Politiker hatten sich die Stadtratsbeschlüsse zur Steigerung der Wirtschaftskraft vorgenommen, um konkrete weitere Maßnahmen zu beraten. Trotz der günstigen Wirtschaftslage liegen Sulzbach-Rosenbergs Gewerbesteuereinnahmen pro Einwohner bei weniger als zwei Drittel des Bundesdurchschnitts. "Die Stadt muss den Schulterschluss mit der Wirtschaft suchen, um ihre Finanzkraft zu stärken. Deshalb wollen wir einen regelmäßigen Runden Tisch Wirtschaft", sagte der FWS-Kreisrat Dr. Martin Pöllath.

"Was tut Verwaltung?"

FDP-Kreisvorsitzender Moritz Pöllath ergänzte: "Wenn ein mittelständisches Unternehmen in einem seit Jahrzehnten etablierten Rosenberger Gewerbegebiet immer noch mit ISDN-Leitungen arbeiten muss, weil kein DSL-Kabel liegt, muss man sich doch fragen: Was tut die Stadtverwaltung konkret, um hier zu helfen? Viele Landgemeinden können inzwischen bessere Bedingungen bieten." Auch die Werbung um Investoren und Touristen könnte ohne großen Kostenaufwand wesentlich besser laufen, fand Christian Weiß: "Es fehlt ein professionelles Stadtmarketing.

Die verfügbaren Gewerbeflächen, Fördermöglichkeiten, Hebesätze und andere Daten sollten auf der Homepage der Stadt übersichtlich dargestellt werden." Touristen und Urlauber müssten ebenfalls wesentlich effektiver umworben werden, fanden die Kommunalpolitiker.

Aber auch bei den Ausgaben kann und müsse angesetzt werden. "Die Stadt kauft Immobilien, wie jüngst den Bahnhof und ein Objekt im Ortskern von Rosenberg, ohne dass vorher ein Nutzungskonzept erarbeitet wird. Andererseits lässt sie öffentlich genutzte Gebäude wie die Spitalkirche verfallen. Das versteht doch kein Mensch", erklärte FDP-Ortsvorsitzender Achim Groth.

Die Stadtratsmehrheit habe daher als ersten Schritt eine Wertaufstellung der städtischen Liegenschaften angefordert.

Vereinbarung treffen

Ein letzter Punkt war das vieldiskutierte Beach-Volleyballfeld am ehemaligen Sulzbacher Schwimmbad: "Hier sollen fast 50 000 Euro ausgegeben werden, obwohl fünf Beach-Volleyballfelder vorhanden sind, beispielsweise an der Krötensee-Mittelschule. Die Stadt könnte doch eine Vereinbarung mit der Schulleitung treffen, dass dieses Feld nachmittags für die Öffentlichkeit zugänglich ist", meinte FDP/FWS-Stadtrat Karl-Heinz Kreiner. Dort würden außerdem keine Nachbarn gestört.

Den FDP/FWS-Politikern reicht es nicht, wenn sie aus dem Rathaus hören, die Themen würden bearbeitet. Sie wollen endlich Ergebnisse sehen.
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