Energie ganz spielerisch erlebt

Das Ensemble mit (hintere Reihe, von links) Theatermacher Jean-Francois Drozak, Melanie Söllch, Claudia Jordan und Volker Laudien von der N-Ergie sowie Schulleiter Peter Danninger; (davor, von links) Lena Weiß, Marie Kokott, Ina Lehnerer, Selina Vogl, Julian Klamm, Denise Hofmeister; (vorne, von links) Joachim Ziegler, Leon Grünthaler. Bild: ksb
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
29.04.2015
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Gemeinsam mit Theatermacher Jean-Francois Drozak bereiteten acht Schüler das Thema "Energiewende" szenisch auf, wobei Schauspieler und Publikum vollen Körpereinsatz zeigten. So erlebten die Besucher in der Turnhalle der Krötensee-Mittelschule eine Premiere der ganz besonderen Art.

In Anlehnung an Herbert Rosendorfers Buch "Briefe an die chinesische Vergangenheit" reist in Drozaks Stück "Ausschalten" ein Japaner aus der alten Welt mittels Zeitmaschine in die Gegenwart, um einen Auftrag zu erfüllen. Was es bedeutet, "etwas abzuschalten", versteht der Mann nicht. Mit Hilfe einer freundlichen Richterin lernt er jedoch schnell, welche Bedeutung Energie für die Menschen heute hat, und kann seinen Auftrag schließlich doch noch erfüllen.

Da das Theaterstück selbst Energie brauchte - mehr in spannenden, weniger in romantischen Szenen - war neben den jungen Akteuren auf der Bühne auch das Publikum gefordert. Wurde mehr Energie benötigt, traten Zuschauer kräftig in die Pedale von drei Fahrrädern, die stromerzeugende Kraftwerke symbolisierten. Verschnaufpausen gab es, wenn der Energiebedarf des Stückes wieder sank. Für die Krötensee-Mittelschule war diese Theaterproduktion in Kooperation mit der N-Ergie ein absolutes Novum und doch wird sie bleibenden Eindruck hinterlassen, meinte Peter Danninger.

"Als Pilotschule im Projekt "Energie-Schule", das die Arbeitsgemeinschaft Schule im Landkreis Amberg-Sulzbach 2013 ins Leben gerufen hat, waren wir von der Idee, Energie spielerisch erlebbar zu machen, sofort begeistert", betonte der Schulleiter.

Feuereifer gezeigt

Nachdem acht Schüler bei einem Casting für die Charaktere ausgewählt wurden, blieben den Siebtklässlern vor der Premiere nur vier Tage, in denen es galt, das Stück einzustudieren. "Die Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache; ihr Engagement war wirklich beeindruckend." so Danninger, sichtlich stolz auf seine Schützlinge, die für ihre Mühe mit tosendem Applaus belohnt wurden.

"Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, junge Menschen altersgerecht an die Themen Energie, Umwelt und Wasser heranzuführen", sagte Claudia Jordan von der N-Ergie-Schulinformation.

"Was im Stromnetz eigentlich so passiert, und vor welchen Herausforderungen Energieversorger tagtäglich stehen, habe ich in das Stück einfließen lassen. Das Publikum kann sich an der Handlung erfreuen und ganz nebenbei erfahren, wie das Energiesystem funktioniert", erklärte der Künstler seinen Ansatz.
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