Energiewende angenommen

Erfolge beim Einsatz von Bio-Diesel aus Reststoffen kann Fraunhofer Umsicht vorweisen. Am institutseigenen Chrysler-Dodge erläuterte Professor Andreas Hornung (Zweiter von links) das Verfahren. Bürgermeister Michael Göth (links) sowie Staatssekretär Bernd Siebler und Professor Eckhard Weidner (Dritter und Vierter von links) waren hocherfreut. Bild: Royer
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
02.07.2015
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"Umsichtige Ideen für die Energie- und Rohstoffwende", unter diesem Leitsatz arbeitet Fraunhofer Umsicht in der ehemaligen Maxhütten-Forschung. Dabei brachten die Wissenschaftler zahlreiche Innovationen hervor. Beim Sommersymposium zum 25-jährigen Bestehen wagte die illustre Gästeschar auch einen Blick in die Zukunft.

Rund 150 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik waren gestern zu Fraunhofer Umsicht gekommen. Dabei stellten die Abteilungsleiter ihre neuesten Projekte aus den Bereichen Oberflächentechnik, Recycling, Nährstoffrückgewinnung, Energiespeicher, thermische Verfahren und Grüne Kraftstoffe. Institutsleiter Professor Andreas Hornung freute sich ganz besonders über das Interesse von Wissenschafts-Staatssekretär Bernd Sibler, Professor Eckhard Weidner, Leiter Fraunhofer Umsicht, und Bürgermeister Michael Göth. Hornung ließ Geschichte und Aufgabenbereiche des hiesigen Standorts detailreich Revue passieren. Sibler zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Einrichtung.

Er lobte die Arbeit von Fraunhofer in Sulzbach-Rosenberg, die mit Kreativität, Leidenschaft und Interesse umgesetzt werde. In den Grußworten von Professor Weidner und Stadtoberhaupt Göth kam das Lob ebenfalls nicht zu kurz. Der Institutsteil habe die Herausforderungen der Energiewende angenommen und sei auf einem guten Weg. "Der Slogan ,Von Sulzbach-Rosenberg in die Welt' ist durch die Arbeit von Fraunhofer durchaus gerechtfertigt", betonte Göth, der abschließend weitere Erfolge wünschte.

Neben der Biobatterie (siehe Kasten) ging es bei den Präsentationen unter anderem auch um Hochleistungsflächen für die Energietechnik. Dr. Patrick Masset nannte hier den Schutz von besonderen Bauteilen in Kraftwerken oder in Katalysatoren. Der Sulzbach-Rosenberger Dr. Michael Jakuttis referierte als Leiter Thermische Verfahren zum Thema "Wärme immer und überall".

Neue Speicher

Wie weiter zu erfahren war, werden die zukunftsträchtigen Aktivitäten im Bereich der Energiespeicherung des Institutsteils im gleichnamigen Zentrum gebündelt. Dieses wurde 2012 von den Fraunhofer-Instituten Umsicht und IGB an den Standorten in Sulzbach-Rosenberg und Straubing initiiert. Ziel der Wissenschaftler ist der Einsatz verschiedener Speichertechnologien in der Praxis und die Umwandlung von Energie über Systemgrenzen hinweg.
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