"Enger geht es nicht mehr"

Die Predigt verpackte Dekan Walter Hellauer in den Dialog mit den Erstkommunionkindern. Bild: thl
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
05.05.2015
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Das erste Mal nicht mehr nur das Wort Gottes zu hören, sondern auch den Leib Christi zu empfangen ist einer der wichtigsten Momente für einen Christen. 33 Erstkommunionkinder der Pfarrei St. Marien Sulzbach durften dies am Sonntag unter dem Motto "Du lädst uns ein zu Deinem Tisch" erleben.

Nach dem großen Einzug mit Ministranten und Gemeindereferentin Maria Witt in die festlich geschmückte Kirche zelebrierten Dekan Walter Hellauer und Kaplan Franz Becher den feierlichen Gottesdienst. Musikalisch gestaltet wurde die Feier vom Kinderchor und dem Jungen Chor von St. Marien unter der Leitung von Steffen Kordmann und den Blechbläsern St. Marien, unter Leitung von Maria Boßle.

Kyrie-Rufe und Fürbitten

Hellauer begrüßte nach dem Eröffnungsgesang "Ich lobe meinen Gott" besonders jene Kinder, die zum ersten Mal zum Tisch des Herrn zur heiligen Kommunion gingen: "Wir alle sind nun eingeladen, das Wort Gottes zu hören und das Brot des Lebens zu empfangen", so der Geistliche. In die Eucharistiefeier wurden Tischmütter und Kinder aktiv einbezogen: Sie trugen Kyrie-Rufe und Fürbitten vor, sie brachten zur Gabenbereitung Brot und Wein zum Altar.

Wein und Brot

Zu Beginn seiner Predigt forderte der Dekan die Kinder zur Betrachtung des Bildes "Das Abendmahl" von Sieger Köder auf: "Wenn ihr das Bild genau anschaut, was seht ihr da?", fragte der Geistliche. Es entwickelte sich ein Dialog zwischen dem Prediger und den Kindern, es gab Fragen, Antworten und Erklärungen zu dem Bild. Die Kinder fanden heraus: "Jesus, der Herr, isst und trinkt mit seinen Jüngern." Auf dem Tisch stehe Wein und darin sei das Gesicht Jesu auszumachen, daneben liege aufgeschichtet gebrochenes Brot.

"Warum glaubt ihr, dass der Künstler in den Kelch das Gesicht Jesu hinein gemalt und ins Brot das Christuszeichen?", wandte sich Hellauer weiter an die Kinder und gab auch gleich die Antwort: Sieger Köder habe das Abendmahl mit Jesus abgebildet, als dieser das Brot brach und gesprochen habe: "Nehmet und esset alle davon, das ist mein Leib der für euch hingegeben wird."

Überleitend auf den Kelch habe er gesagt: "Trinket alle davon, das ist mein Blut." Der Geistliche betonte: "Jesus selbst hat beim Abendmahl gesagt, dass er in diesem Wein und diesem Brot sich selbst gibt, das heißt wenn wir an den Tisch des Jesus Herrn treten dürfen und seinen Leib und sein Blut empfangen, dann ist er in uns und wir sind in ihm. Näher und enger geht es nicht mehr."

Jesus wolle ganz nahe bei uns sein und sage damit: "Wenn du dich freust, dann bin ich mit dir, wenn du traurig bist oder deine Eltern traurig sind, dann bin ich mit ihnen. Egal was du in deinen Leben machst, egal und wo dich dein Leben hinführt in einen kleinen Teil Brot und einen Schluck Wein bin ich bei dir und will dein Halt und dein Beschützer sein."

Mit dem Satz "Ich wünsche jedem von euch dass er erfährt, dass Jesus sein Freund sein will und ihn begleiten will sein ganzes Leben lang", beendete der Dekan seine Predigt. Hinterher wurden die Kommunionkerzen an der Osterkerze entzündet, gesegnet, das Taufversprechen erneuert und das Glaubensbekenntnis gebetet. Ein Höhepunkt für die Mädchen und Buben war, als sie sich um den Altar versammelten um zum ersten Mal die heilige Kommunion.

Anschließend wurde das Dankgebet "O mein Heiland, großer König, du bist bei mir eingekehrt, freudig trag ich dich im Herzen" gesprochen. Am Ende des feierlichen Gottesdienstes dankte Hellauer den Gläubigen, den Kommunionkindern, den Eltern, den Bläsern und Jung- und Kinderchor und allen die zum Gelingen dieser Feier beigetragen hatten.

Feierlicher Auszug

Nach dem Segen und dem Danklied "Großer Gott wir loben dich", erfolgte der feierliche Auszug. Am Nachmittag wurde eine Dankandacht gefeiert.
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