Erde fühlt und Liebe bleibt

Johanna Sand vom Eine-Welt-Laden überreichte der Schatzmeisterin Heidy Céspedes und Coco Aquino 300 Euro für ihre Arbeit, wofür sich auch Hans Bauer von der KEB bedankte (von links)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
10.11.2014
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Mit dem "Cambia todo" - Alles ändert sich - endete das Konzert der bolivianischen Gruppe Sacambaya. Auch viele Zuhörer verließen wohl ebenfalls verändert das Capitol.

Auf Einladung der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) und der VHS Sulzbach-Rosenberg gab die bolivianische Musikgruppe Sacambaya im Capitol ein mitreißendes Konzert. Die fünf Musiker und ihre charmanten Begleiterinnen Heidy Lia Céspedes und Paula Flores begeisterten die vielen Zuhörer nach dem Motto der Tournee "Amistad sin Fronteras", (Freundschaft ohne Grenzen).

Die Musiker, welche alle aus der Gegend von Ayopaya, einer Region zwischen Cochabamba und La Paz stammen, stellten zu Beginn ihr Land, ihre Projekte und ihr Anliegen in einem kurzen Film vor. Die Schönheit der Menschen und der Landschaft, aber auch die weit verbreitete Armut wurden fast greifbar.

"Die Erde fühlt" und "nur die Liebe bleibt", begriff man, aber auch, dass "sich alles und auch der Mensch ändern müsse". Für die Veranstalter begrüßte Hans Bauer und stellte kurz die soziale und kulturelle Bildungsarbeit des CCA, der staatsunabhängigen Gemeinschaft des "Centro Cultural Ayopaya" in Independencia vor. Schon sei viel geleistet worden, wie der Aufbau des Zentrums, einer Bibliothek, und unzähliger Bewässerungsprojekte. Nun strebe man den Aufbau einer Kooperative mit der St. Franziskus-Bank für die Vergabe von Mikrokrediten an.

Bereits seit 25 Jahren existiert der Unterstützerverein "Runa Masi" (Wir sind Freunde), der bereits einen "Hahnbacher Ableger: Coraje (Mut)" hat. Ein Besuch der Oberpfälzer in Ayopaya konnte sich von der Effizienz der geleisteten "Hilfe zur Selbsthilfe" überzeugen, was auch die verteilten Informationsbroschüren zeigten. Und schon wird an eine weitere Begegnungsreise gedacht.

Ehrfurcht vor der Natur

Die Projekte in Ayopaya werden initiiert, koordiniert und durchgeführt vom Bandleader, dem Agraringenieur Jorge Aquino, liebevoll von allen "Coco" genannt. In größeren Zeitabständen kommt dieser mit seiner Musikgruppe zu einer Tournee nach Europa. In gutem Deutsch moderierte er auch durch den Abend.

So erfuhr man von der "Urreligion", der Pacha Mama und ihrer Ehrfurcht vor allem Leben in Harmonie mit der Natur. "Respektiere die Menschen und die Erde, ihren Zusammenhang und ihre gegenseitige Abhängigkeit" forderte Coco eindringlich.

Primär ließen die Musiker die bolivianische Lebensfreude spüren, die schnell auf den Saal übersprang und mitklatschen ließ. Die Sängerin Heidy und der Musiker Joni begeisterten dazu mit temperamentvollen Tänzen in typischer Kleidung.

Blickfang des Abends

Blickfang des Abends war der Tanz eines Schamanen, den Heidy Cespedes in einem Originalkostüm aus tropischen Naturmaterialien zeigte. Hochaktuell waren auch gemeinsam gesungene Lieder wie "Jeder ist ein Fremder in einem andren Land, schenk ihm deine Freundschaft, reich ihm deine Hand" oder das "Ich glaube fest, dass alles anders wird".

Bei Guantanamera waren die Zuhörer kaum mehr auf den Sitzen zu halten, groß war auch die Begeisterung beim "Heute hier, morgen dort" oder einer Polka aus Paraguay, bei der Erwin für sein virtuoses Gitarrenspiel Szenenapplaus bekam. Der Abend endete mit der Zugabe des "Cambia todo" - Alles ändert sich und dem Dank für die eingesammelten Spenden.

Johanna Sand vom Eine-Welt-Laden überreichte eine 300-Euro-Spende für die Projekte des CCA, wofür sich Hans Bauer, Coco Aquino und die Schatzmeisterin der Gruppe, Heidy Céspedes bedankten.
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