Experte empfiehlt steten Ausbau der barrierefreien Haltestellen im Landkreis - Grundsätzlich ...
Immer weniger Schüler, immer mehr Ältere

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
29.05.2015
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Breiten Raum in der Verbandsversammlung des Zweckverbands Nahverkehr (siehe Artikel oben) nahm der von Diplom-Geograf Erik Meder von der Firma Gevas, Humberg & Partner präsentierte Zwischenbericht ein. Es wurden Schwachstellen analysiert, Mängel an der Bedienungshäufigkeit aufzeigt und die Erreichbarkeit zentraler Orte und Gemeindezentren behandelt. Räumlich sei der Landkreis Amberg-Sulzbach mit Haltestellen des ÖPNV erschlossen, so Meder.

Nur in den Randbereichen seien einige Orte nicht angebunden. Grenzwertunterschreitungen gebe es in Schwachverkehrszeiten, Richtwertunterschreitungen jedoch in den meisten Gemeinden. Auffallend geringe Mängel seien in Kümmersbruck, Ensdorf, Rieden und Schmidmühlen feststellbar. "Grundsätzlich sind zentrale Orte und Gemeindezentren gut erreichbar", sagte Meder. Der Experte ging auch auf die demografische Entwicklung ein, die für Bayern konstante Bevölkerungszahlen vorhersage, einen leichten Rückgang in der Oberpfalz, aber eine starke Abnahme im Landkreis Amberg-Sulzbach und in Amberg. Stark rückläufig seien die Bevölkerungsgruppen zwischen sechs und 19 Jahren. In Amberg und den Landkreiskommunen mit mehr als 5000 Einwohnern gehe man von einem Rückgang der Einwohnerzahl aus, nur in Vilseck sei mit einer Zunahme zu rechnen. Grundsätzlich, so Erik Mederer werde die Zahl der Einwohner im Landkreis bis 2032 stark abnehmen, stabile Zahlen gebe es nur für die Gemeinden Königstein, Birgland, Ursensollen und Ensdorf.

Die Zahl der unter 18-Jährigen nehme ab, der über 65-Jährigen dagegen deutlich zu. So werde die größte Nutzgruppe Schüler im ÖPNV rückläufig sein. Für die zunehmende Zahl der Älteren werde Barrierefreiheit immer wichtige. Meder zitierte das Personenbeförderungsgesetz, nach dem der Nahverkehrsplan die "Belange der in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkten Menschen" die barrierefreie Nutzung des ÖPNV zu ermöglichen habe. Vorteile hätte auch die immer größer werdende Gruppe älterer Menschen. Der ZNAS setzte Niederflur- und Low-Entry-Fahrzeuge ein sowie Überlandbusse mit Hublift.

Meder wies auch darauf hin, dass in Ausnahmefällen nicht-barrierefreie Busse zulässig seien, etwa Schulbusse, die nur an Schultagen verkehren, oder bei Linien mit weniger als vier Fahrten pro Richtung. Ausnahmen seien unzulässig, so Mederer, wenn auf der Linie ein nachweislicher Bedarf seitens mobilitätsbehinderter Fahrgäste bestehe.
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