Experten der Stadtwerke reinigen Hochbehälter am Eichelberg - Blick ins Innere
Waschen fürs Wasser

Das Wasserreservoir am Eichelberg umfasst 3000 Kubikmeter. Das sind drei Millionen Liter - verteilt auf zwei Kammern. Eine ist wie gewohnt voll (Bild), die andere wird gerade einem Großreinemachen unterzogen. (Bild: Petra Hartl)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
10.02.2015
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Wo kommt unser Wasser her? Natürlich aus dem Wasserhahn. Bis es dort jedoch angekommen ist, ist es nicht nur ein weiter, sondern auch ein aufwendiger Weg. Noch dazu muss die Qualität stimmen. Dafür müssen die Hochbehälter regelmäßig geputzt werden. Dabei entstehen bemerkenswerte Bilder.

Einmal im Jahr rücken die Experten der Stadtwerke aus, um die Hochbehälter zu säubern. In dieser Woche ist das Reservoir am Eichelberg an der Reihe. Das dort zwischengespeicherte Wasser versorgt laut Werksleiter Roland Kraus vom Dultplatz bis in Richtung Rosenberg fast die Hälfte des Stadtgebiets. 3000 Kubikmeter Wasser, das sind drei Millionen Liter, sind in dem riesigen Komplex auf Vorrat.

Trotz des die ganze Woche dauernden Großreinemachens bekommt die Bevölkerung von alledem nichts mit. "Der Hochbehälter besteht aus zwei Kammern", sagt Kraus und fügt hinzu, dass eine in Betrieb bleibt, während die andere geputzt wird - mit normalem Wasser, Reinigungs- und Desinfektionsmittel. Dann fließt das Nass zurück und muss zunächst 24 Stunden ruhen, bevor die Proben genommen werden, die in einem Labor ausgewertet werden. Die Ergebnisse liegen 48 Stunden später vor.

Einmal im Jahr rücken die Experten der Stadtwerke aus, um die Hochbehälter zu säubern. In dieser Woche ist das Reservoir am Eichelberg an der Reihe. Wir zeigen Bilder vom Inneren. Fotos von Petra Hartl.

Dann weiß Roland Kraus, wie gut es um die Qualität des Trinkwassers bestellt ist, das auch der Feuerwehr für Einsätze zur Verfügung steht, denn: "Es bringt da nix, wenn die fünf Stunden löschen müssen, das Wasser aber nach zwei Stunden alle ist."

Wer im Hochbehälter die Augen weit aufmacht und zur Decke blickt, sieht vermeintliche Ablagerungen, die Stalaktiten ähneln. "Das hat mit Kalk nichts zu tun. Das ist unsere Tropfdecke", erklärt Kraus. Wasser halte sich auf glattem Beton länger, bevor es tropft. Dadurch steige die Gefahr einer Keimbelastung. Durch die Zacken an der Decke könne sich das Wasser gar nicht erst sammeln.
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