Fahrig und lustlos: HC Sulzbach macht es Spitzenreiter HSC Coburg II zu einfach
Das schlechte Gefühl trügt nicht

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.12.2015
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Da war natürlich nichts zu holen für die Sulzbacher Handballer: Wieder einmal mit einer Rumpfmannschaft angetreten, konnten die Herzogstädter dem HSC Coburg II nur 15 Minuten lang Paroli bieten. Dann machte der Bayernliga-Tabellenführer Ernst und schickte die Oberpfälzer standesgemäß mit einer 22:35-Niederlage nach Hause.

Sulzbachs Trainer Pavel Krizek bot exakt die gleiche Mannschaft wie eine Woche zuvor auf, denn wieder fehlten mit Jiri Smolik, Marco Forster und Björn Kreyßig drei Stammspieler wegen Verletzung, Krankheit und Beruf. Da lag es schon eher an der anfänglichen Schläfrigkeit der Gastgeber, dass die Partie bis zum 8:8 ausgeglichen verlief. Dann hatte der Favorit genug von der frechen Spielweise der Sulzbacher und nahm das Zepter in die Hand.

Nur zwei mit Biss

Fünf Minuten später stand es 12:8 für Coburg und die Gegenwehr der Herzogstädter war schlagartig zu Ende. Anders als eine Woche zuvor in Friedberg hatten die Sulzbacher diesmal nicht den Biss, sich dem Favoriten noch groß entgegen zu stellen, allerdings sind die Oberfranken auch ein ganz anderes Kaliber als die Schwaben. Der 15:9-Halbzeitstand verhieß nichts Gutes - was sich dann auch bewahrheiten sollte. Vor allem der Rückraumschütze Nikola Franke hatte gegen die körperlich unterlegene und längst aufgebende HC-Abwehr nun leichtes Spiel und schraubte die Führung weiter in die Höhe (20:11, 26:17). Bezeichnenderweise waren es zwei Sulzbacher Talente, die sich noch am meisten gegen die überlegenen Coburger stemmten: Kristian Forster durfte endlich einmal sein Potenzial abrufen und überzeugte mit einer hundertprozentigen Chancenverwertung. Auch Daniel Luber kämpfte wie immer verbissen, bekam seine gut abgedeckten Rückraumschützen aber nur selten in Schussposition. Der Rest spielte fahrig bis lustlos, was sich natürlich auch auf die Torhüter übertrug, die von ihrer Abwehr permanent im Stich gelassen wurden. 35:22 stand es dann am Ende, ein Erfolg der auch in dieser Höhe verdient war. Daran hätte auch eine etwas engagiertere Mannschaft aus der Oberpfalz nichts geändert, doch die erhobenen Häupter, wie in Friedberg, sah man diesmal nicht.

Mehr Motivation

Nun sollten sich die Sulzbacher beim letzten Spiel vor der Winterpause in Haunstetten noch einmal zusammenreißen. Zwar ist auch da der Gastgeber hoher Favorit, doch etwas mehr Motivation darf man schon erwarten. Die Personalsituation entschuldigt vieles, aber längst nicht alles.

HC Sulzbach:Tor: Lotter, Heimpel. Feld: Kristian Forster (6), Luber (5/3), Benjamin Funke (4), Florian Funke (3), Brockstedt (2), Morcinek (1), Toni Kreyßig (1), Krizek.
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